Vergiftung : Norwegische Touristen schweben nicht in Lebensgefahr

In Berlin sind am Dienstagmorgen 30 bis 50 Jugendliche einer norwegischen Reisegruppe mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Berlin - Nach Angaben von Ärzten schweben sie nicht in Lebensgefahr. Die Mädchen und Jungen gehören einer rund 90-köpfigen Reisegruppe an, die derzeit zu Besuch in der Hauptstadt ist, wie ein Polizeisprecher sagte. Womit sie sich vergiftet haben, sei bislang unklar.

Der Rettungsstellenleiter im Vivantes Klinikum, Mario Voigt, sagte, alle Betroffenen, die Symptome einer Lebensmittelvergiftung aufwiesen, würden untersucht und behandelt. "Nichts deutet darauf hin, dass es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung handeln könnte", erläuterte der Mediziner.

Erreger noch nicht identifiziert

Nur wenige der Betroffenen müssten stationär aufgenommen werden, die meisten könnten ambulant versorgt werden. Nach Angaben von Voigt erhalten die Patienten Infusionen und krampflösende, durchfallhemmende Medikamente. "Wir sind derzeit dabei, den Erreger genau zu identifizieren", fügte der Mediziner hinzu.

Die Reisegruppe, die zum Großteil aus 15-jährigen Schülern besteht, kommt aus dem norwegischen Sandefjord in der Provinz Vestfold, wie eine Schülerin berichtete. Die Jugendlichen sind unter dem Motto "Travel for Peace" unterwegs und kamen in der Nacht zum Dienstag aus dem polnischen Krakau nach Berlin. Nach einem Besuch des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz wollten die Schüler unter anderem die Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück in Brandenburg kennenlernen. (tso/ddp)

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