Verhandlungen : IG Metall kündigt Tarifvertrag

Die Gewerkschaft lässt den Tarifvertrag für die Beschäftigten in Sachsen, Berlin und Brandenburg zum 31. Oktober auslaufen. Zur selben Zeit endet auch die Friedenspflicht.

LeipzigDie IG Metall hat die Kündigung der Entgelttarifverträge für die rund 235.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen, Berlin und Brandenburg beschlossen. Den Beschluss fasste die Gewerkschaft am Mittwoch in Leipzig. IG-Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel verwies auf die rasant steigenden Lebenshaltungskosten und sagte, die Beschäftigten wollten am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Betriebe teilhaben. Die Einkommen müssten deutlich steigen, forderte er, über die konkrete Höhe werden die Tarifkommissionen jedoch erst nach den Sommerferien entscheiden.

In Sachsen allein betrifft die Kündigung der Tarifverträge insgesamt 140.000 Beschäftigte. Der letzte Tarifabschluss sah eine Erhöhung um 4,1 Prozent ab Juni 2007 und zum 1. Juni 2008 eine nochmalige Einkommenssteigerung um 1,7 Prozent sowie eine zusätzliche Einmalzahlung in Höhe von 3,98 Prozent des Monatsgehaltes vor. Der laufende Tarifvertrag endet am 31. Oktober; zum gleichen Zeitpunkt läuft ebenfalls die Friedenspflicht aus. (jg/ddp)

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