Verhöhnung : Bundespolizei geht gegen Hooligans vor

Fans von Rot-Weiss Essen und FC Hansa Rostock sollen die Bundespolizei nach dem Hubschrauberunglück am Olympiastadion mit einschlägigen Parolen beleidigt haben. Auch im Netz wurde gespottet. Dagegen hat die Bundespolizei nun Strafantrag gestellt.

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Wegen der schlechten Sichtverhältnisse prallten während einer Großübung im März zwei Hubschrauber der Bundespolizei gegeneinander.
Wegen der schlechten Sichtverhältnisse prallten während einer Großübung im März zwei Hubschrauber der Bundespolizei gegeneinander.Foto: dpa

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat nach dem Hubschrauberunglück von Berlin Strafantrag gegen Hooligans gestellt. Wie Bundespolizeisprecher Ivo Priebe dem Tagesspiegel bestätigte, sollen Fans die Bundespolizei nach dem Hubschrauberunglück bei einer Großübung verhöhnt haben. „Wer hoch fliegt, fällt auch tief“ stand auf einem Transparent, das Fans von Rot-Weiss Essen bei einem Spiel in die Höhe hielten. Zudem sollen Fans von Hansa Rostock die Bundespolizei in ähnlicher Art beleidigt haben. Auch gegen Nutzer der sozialen Netzwerke Facebook und Twitter geht der Bundespolizeipräsident vor, im Internet sollen User die Opfer des Unfalls verunglimpft haben. Nach einem Strafantrag könne die Staatsanwaltschaft laut Priebe entscheiden, ob sie ermittele.

Die Bundespolizei hatte im März am Olympiastadion bei einer Großübung das Vorgehen gegen randalierende Fußballfans trainieren wollen. Beim Landeanflug dreier Hubschrauber kollidierten zwei im Schneetreiben, ein Pilot starb, mehrere Menschen wurden verletzt.

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