Verkehr in Berlin : 8000 Mal bei Roter Ampel über den Tempelhofer Damm

Wo fahren die Berliner ständig bei Rot über die Ampel? Wo wird am häufigsten geblitzt - und wo am wenigsten? Der Senat hat die Zahlen genau aufgeschlüsselt.

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Bitte lächeln! Wer über die Rote Ampel fährt, sieht manchmal noch ein ganz anderes Licht - das Blitzlicht der Fotokästen.
Bitte lächeln! Wer über die Rote Ampel fährt, sieht manchmal noch ein ganz anderes Licht - das Blitzlicht der Fotokästen.Symbolfoto: Imago

ROTLICHT

An Ampeln wurden durch stationäre Anlagen 24.631 Rotlichtverstöße registriert. Ganz weit vorn liegt hier mit über 8000 Fällen der Tempelhofer Damm an der Ausfahrt der Stadtautobahn A 100. An der Greifswalder und der Petersburger Straße konnten defekte Kontaktschleifen nicht repariert werden, weil die Fahrbahn nicht saniert wurde. Diese beiden Anlagen waren deshalb das gesamte Jahr außer Betrieb.

TEMPOMESSUNG

An zehn stationären Tempomessstellen wurden 2013 insgesamt 209.585 Überschreitungen festgestellt – die meisten im Autobahntunnel Britz, gefolgt von der Schildhornstraße/Gritznerstraße, der Bundesallee/Güntzelstraße und dem Halleschen Ufer/Schöneberger Straße. Die wenigsten Verstöße gab es an der Bornholmer Straße/Schönhauser Allee sowie an der Schloßstraße/Wolfensteindamm.

Die Geschichte der Berliner Stadtautobahnen
Januar 2017, Alltag im Berufsverkehr. Die Stadtautobahn, aufgenommen am Spandauer Damm.Weitere Bilder anzeigen
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17.03.2017 08:24Januar 2017, Alltag im Berufsverkehr. Die Stadtautobahn, aufgenommen am Spandauer Damm.

VERSTÖSSE

Mit mehr als 2,8 Millionen Anzeigen liegen Verstöße im ruhenden Verkehr an der Spitze, gefolgt von 787.987 Tempoüberschreitungen. Stark vertreten waren mit 24 755 Verstößen auch Überschreitungen der Hauptuntersuchung. Zu viele Promille hatten bei den erfassten Vorgängen 1169 Autofahrer. 617 Fahrzeuge waren überladen, und in 70 Fällen wurde der Sicherheitsabstand nicht eingehalten.

EINNAHMEN

Die Bußgeldstelle kassierte im vergangenen Jahr insgesamt 70.343.639 Euro. Von den fast drei Millionen Verfahren mussten allerdings auch mehr als 17 000 wegen „Eintritts der Verfolgungsverjährung“ eingestellt werden. Das eingenommene Geld stammte in 3,5 Millionen Fällen aus Verwarnungen. Fast 300.000 Mal gab es Bußgeldbescheide. Insgesamt wurden zudem 12.656 Fahrverbote ausgesprochen.

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