Verkehr in Berlin : Was sind schon acht Minuten im Stau?!

Lieber in den Bus steigen? Oder in die Bahn? Pah! Bernd Matthies macht sich ganz andere Gedenken über den Verkehrsstau.

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Stau am Großen Stern? Ach, woanders ist's viel schlimmer. Das nur mal so als kleiner Mutmacher. Foto: Imago
Stau am Großen Stern? Ach, woanders ist's viel schlimmer. Das nur mal so als kleiner Mutmacher.Foto: Imago

Der schlimmste Stau ist immer der, in dem man grad drinsteckt. Und jeder Berliner Autofahrer wird ohne Zögern bestätigen: es wird immer schlimmer. Beispiele sind rasch gefunden, wenn wir an die geradezu diabolische Heimtücke denken, die aus Heide- und Invalidenstraße den größten Parkplatz der Stadt gemacht hat.

Aber wir wollten ja objektive Fakten, nicht nur Geraunze gequälter Fahrer. Und bitte, da sind sie. Nur Hamburg und Stuttgart seien rein stautechnisch noch schlimmer, behauptet der Navigationsspezialist Tomtom unter Berufung auf eigene Erkenntnisse. Im Blick ist das zweite Quartal 2013, und die einfache Botschaft sieht so aus: Berliner Autofahrer benötigten für eine Strecke, die frei in einer halben Stunde zu schaffen ist, durchschnittlich acht Minuten mehr.

Das klingt jetzt nicht so schrecklich. Acht Minuten? Diese geringe Verlängerung würde jeden S-Bahn-Fahrgast von einem glücklichen Tag sprechen lassen. Nur ist das eben der Durchschnitt. Und im Berufsverkehr werden aus der halben Stunde schnell 45 Minuten und mehr.

Dann sollen die Leute doch Bahn und Bus nehmen? Eine lustige Vorstellung – sind die pünktlicher? Wo ist da im Berufsverkehr noch Platz?

Nein, wir sollten das Problem einfach sportlich nehmen: Wäre doch gelacht, wenn wir Hamburg und Stuttgart nicht im nächsten Quartal auch noch überholen könnten.

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