Verkehr : Umleitung für Züge

Zwei Wochen lang gibt es keinen Bahnverkehr zwischen Charlottenburg und Spandau. Fahrgäste müssen auf die S-Bahn ausweichen. Und die Sperrungen gehen weiter.

Klaus Kurpjuweit

Die schnellsten Züge der Bahn sind im Berlin-Verkehr erneut länger unterwegs. Erst am vergangenen Sonntag hob die Bahn im Verkehr zwischen Berlin und Hamburg die monatelange Umleitung der Züge mit einer rund 40-minütigen Fahrzeitverlängerung auf, jetzt dürfen Kunden in den Zügen über Hannover zwei Wochen lang bis zu 37 Minuten länger Bahnfahren. Anders als bei der Hamburger Strecke wird es in den Zügen dieses Mal kein Entschuldigungs-Paket der Bahn in Form von Gratissnacks, -getränken oder -zeitungen geben. Komplett gesperrt ist vom 20. Juni bis zum 3. Juli der Abschnitt zwischen Charlottenburg und Spandau. Betroffen davon sind auch Fahrgäste im Regionalverkehr.

Die Bahn tauscht auf der Strecke die Anfang der 90er Jahre gelegten Schienen aus und erneuert die Schallabsorber zwischen den Schienen. Der Austausch der Schienen auf der hoch belasteten Strecke erfolge planmäßig, die Schallabsorber dagegen seien schneller verschlissen als gedacht, sagte am Donnerstag Wittekind Otte vom Netzbereich.

Während der Sperrung der Strecke leitet die Bahn die ICEs aus Richtung Hannover über Potsdam um, was die Fahrtzeit bis zu 37 Minuten verlängert. Die Züge halten dabei weder in der Landeshauptstadt noch in Wannsee. Die Abfahrten in Berlin sind entsprechend früher. Die ICEs aus Frankfurt (Main) werden über den Nordring geleitet, sie beginnen und enden im Tiefgeschoss des Hauptbahnhofs. Hierdurch sollen sich die Züge nur um drei bis fünf Minuten verspäten. Züge Richtung Amsterdam beginnen und enden in Gesundbrunnen, einzelne Züge auch in Lichtenberg.

Im Regionalverkehr teilt die Bahn die RE 2 Rathenow–Cottbus auf. Von Rathenow fahren die Züge über den Nordring bis zum Hauptbahnhof; Richtung Cottbus muss man dort in die Züge umsteigen, die vom Bahnhof Zoo nach Cottbus fahren. Ein direkter Anschluss im Hauptbahnhof ist nicht immer möglich. Züge der RB 10 (Nauen-Charlottenburg) enden alle in Spandau, und die RB 14 wird geteilt: in einen Abschnitt Nauen–Spandau und einen weiteren von Charlottenburg nach Senftenberg/Hoyerswerda. Fahrgäste müssen auf die S-Bahn ausweichen, die von der Sperrung nicht betroffen ist.

Und die Sperrungen gehen weiter: Im Herbst müssen auf der Stadtbahn zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof Schienen der Fernbahn ausgewechselt werden. Klaus Kurpjuweit

Weitere Informationen: Telefonisch unter 0331/235 6881/6882 und im Internet unter www.bauarbeiten.bahn.de

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben