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Achtung glatt! : Rutschgefahr auf Fußwegen - BSR und Feuerwehr im Dauereinsatz

Am Morgen war es auf Fußwegen und Nebenstraßen in Berlin sehr glatt. Die Fahrzeugflotte der BSR ist seit 3 Uhr im Einsatz. Rettungswagen der Feuerwehr rückten vermehrt aus.

Gefrorener Untergrund vor dem Reichstagsgebäude. Foto: dpa
Gefrorener Untergrund vor dem Reichstagsgebäude.Foto: dpa

Regen und Schneeregen, der auf gefrorenen Boden gefallen ist, hat am Mittwochmorgen die Fußwege und Nebenstraßen vereist. "Überall dort, wo kein Salz gestreut wird, kann es sehr glatt sein", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam. Temperaturen um ein bis zwei Grad plus sorgen im Moment dafür, dass der Niederschlag als Regen fällt. Da der Boden in Berlin aber noch tief gefroren ist, überfriert die Nässe sofort.

Die Polizei verzeichnete zwischen 6 und 10 Uhr heute Vormittag etwas erhöhte Unfallzahlen. Die Lage sei ab dem Mittag aber wieder normal.

Die Streuflotte der BSR ist seit 3 Uhr im Dauereinsatz. Vor allem an Bahnhöfen und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs sowie auf den wichtigen Verkehrsadern der Stadt wird Feuchtsalz zum Auftauen des Eises verwendet. Während der Frühschicht waren insgesamt 1600 Mitarbeiter mit 480 Fahrzeugen unterwegs. Es finden weiterhin Einsatzfahrten statt, sagt ein Pressesprecher der BSR. Vor allem freie Flächen wie Brücken werden kontrolliert, da es dort verstärkt zu Glättebildung kommt.

Auch die Winterdienste haben ihren Betrieb in den frühen Morgenstunden aufgenommen. Vor allem in den Außenbezirken kam es zu Glatteisbildungen, die Innenstadt ist weniger betroffen, sagt Horst Steffen vom Winterdienst-BEST. Die Lage sei recht entspannt. Die meisten der zehn Einsatzfahrzeuge sind bereits zurück. "Es hat sich nur gebietsweise Eis gebildet. Wir waren vor allem in Lichterfelde und Mariendorf unterwegs" so Steffen. Gestern Abend habe er nach Berichten des Wetterdienstes die Lage noch weitaus schlimmer eingeschätzt. Eine so dramatische Situation sei aber tatsächlich nicht eingetreten.

Bei der Berliner Feuerwehr hingegen häufen sich die Einsätze. Zwischen 0 und 11 Uhr waren es insgesamt 300 im Notfallrettungsdienst. Darunter wurden vermehrt Sturzverletzungen verzeichnet. Im Vergleich zum Vortag sind es 70 Einsätze mehr, das ist ein Anstieg von 30%. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr konnten zusätzlich zu den 100 Rettungswagen 12 weitere in den Dienst gestellt werden. Die erste Meldung erreichte die Feuerwehr um 3.17 Uhr heute Morgen. Viele Menschen würden bereits beim Hinaustreten auf die Straße vom Glatteis überrascht und stürzen, so eine Pressesprecherin der Feuerwehr. Die Feuerwehr befinde sich im "Ausnahmezustand". Die heutige Einsatzdichte sei die stärkste in der bisherigen Wintersaison.

In den Rettungsstellen der Vivantes-Kliniken ist die Zahl der Patienten höher als sonst. "Viele sind Glatteisopfer mit Verletzungen am Handgelenk oder Knöchel" sagt Peter-Michael Albers, Sprecher der Rettungsstellen-Chefärzte bei Vivantes.

Im Laufe des Tages soll es laut DWD in Berlin aufheitern. "Sonne und Wind werden die Straßen abtrocknen", sagte der Sprecher. Die Temperaturen erreichen bis zu vier Grad plus. In den kommenden Tagen wird es dann immer wärmer. Freitag steigt das Thermometer auf fünf, und am Wochenende bis auf sieben Grad Celsius.

(Tsp)

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