Avus wird saniert : Schilderwald im Grunewald

Am Dienstag beginnen die Sperrungen für die Sanierung der Avus. Zunächst ist nur die Richtung stadtauswärts betroffen.

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Zeichen der Zeit. Bis 2013 wird an der Avus gebaut. Ab heute werden dafür die ersten Verkehrsschilder aufgestellt.
Zeichen der Zeit. Bis 2013 wird an der Avus gebaut. Ab heute werden dafür die ersten Verkehrsschilder aufgestellt.Foto: dpa

Am Dienstag werden es auch die letzten Autofahrer mitbekommen, die täglich auf der Strecke unterwegs sind: Die Avus wird saniert. Dazu soll zunächst der Mittelstreifen provisorisch befahrbar gemacht werden, weil er später als Baustellenfahrbahn gebraucht wird. Für Autofahrer bedeutet das ab heute ein einspuriges Nadelöhr für die nächsten zehn Tage – aber nur stadtauswärts, nur auf den 400 Metern zwischen der Aus- und der Einfahrt Spanische Allee und nur von 6 bis 14 Uhr. Die Anschlussstelle selbst bleibt nutzbar.

Von Anfang Mai bis Mitte Juni wird dann die Fahrbahn zwischen Hüttenweg und Spanischer Allee auf etwa vier Kilometer Länge zur Mitte hin verbreitert. Dann soll sicherheitshalber Tempo 60 gelten, aber zwei Spuren bleiben erhalten. Allerdings wird die Aus- und Einfahrt Hüttenweg zur Durchgangsspur umfunktioniert: Wer auf der rechten Avus-Spur unterwegs ist, fährt die Rampe hinauf, kreuzt den Hüttenweg und gelangt anschließend zurück auf die Autobahn. Damit das funktionieren kann, wird der Hüttenweg allerdings im Bereich der Avus komplett gesperrt. Damit ist auch der westlich der Autobahn gelegene Parkplatz am Grunewald nicht mehr direkt erreichbar. Radler und Fußgänger können die Avus aber Am Jagen, also ganz in der Nähe, unterqueren.

Der stadteinwärtige Verkehr kann von diesen Arbeiten unbehelligt rollen wie bisher. Die eigentliche Grundsanierung der Avus beginnt erst im Sommer. Sie ist in vier Bauabschnitte aufgeteilt, deren Termine noch nicht feststehen. Am kritischsten dürfte die letzte Phase werden, in der stadteinwärts nur eine Spur bleibt.

Ende 2013 sollen 28 Millionen Euro – finanziert vom Bund – verbaut und die 90 Jahre alte Strecke wieder intakt sein. Die Anwohner sollen von lärmminderndem Belag profitieren. Wo welches Material verwendet wird, steht noch nicht fest.

Wer dem Gedränge in der Baustelle ausweichen will, kann auf die beschilderte Umleitung zwischen Kreuz Zehlendorf und der Anschlussstelle Hohenzollerndamm ausweichen.

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