Bahnstreik : Berliner S-Bahn könnte einbezogen werden

Die Lokführergewerkschaft GDL will streiken - auch in Berlin und Brandenburg. Dies könnte auch die ohnehin gebeutelte S-Bahn treffen.

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Von 8.30 bis 11.30 Uhr haben die Lokführer am Freitagvormittag erneut gestreikt.
Von 8.30 bis 11.30 Uhr haben die Lokführer am Freitagvormittag erneut gestreikt.Foto: dpa

Frank Nachtigall, Bezirksvorsitzender für Berlin, Sachsen und Brandenburg, schloss im Gespräch mit dem Tagesspiegel nicht aus, dass auch die S-Bahn einbezogen wird. "Darüber haben wir noch nicht abschließend beraten." Man werde die Pläne wie bei den bisherigen Warnstreiks "rechtzeitig" bekannt geben - das bedeutet, dass die GDL zwölf Stunden vor dem Arbeitskampf die Bahnfahrer informieren will.

Bei den kommenden Aktionen will die GDL aber nicht mehr nur wenige Stunden die Arbeit niederlegen. "Unter Umständen wird die Hauptstadtregion mehrere Tage lang vom Streik betroffen sein", sagte Nachtigall. Dies würde aus Sicht der Gewerkschaft "die Sache beschleunigen". 2007 habe die GDL dreieinhalb Tage am Stück gestreikt, "danach sind die Fronten eingebrochen", befand Nachtigall.

Die Lokführer seien sehr entschlossen, dass Ergebnis der Urabstimmung spreche für sich. "Ich gehe davon aus, dass man die Arbeitgeber auf diese Weise in die Knie zwingen kann. Wir werden es schnell eskalieren lassen, um rasch zu einer Entscheidung zu kommen." Daher würden alle Bereiche der Eisenbahn, also der Fern-, Regional- und Güterverkehr, in die Auseinandersetzung einbezogen.

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