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Berlin-Neukölln zwischen Britz und Rudow : U-Bahnlinie U7: Kupferdiebe legen Berufsverkehr lahm

Fünf Stunden ging nichts mehr auf der U-Bahnlinie U7 im Süden des Bezirks Neukölln. Erst wurden Taxen eingesetzt, dann Busse. "Uns wurden auf einer Länge von etwa 100 Metern Kupferkabel gestohlen", sagte eine BVG-Sprecherin.

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Fast 11.000 Mitarbeiter hat die BVG. Sie fahren uns ins Büro, nach Hause, zur Schule und oft auch zur Party. Wird mal Zeit, Danke zu sagen, oder?Weitere Bilder anzeigen
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20.02.2015 11:17Fast 11.000 Mitarbeiter hat die BVG. Sie fahren uns ins Büro, nach Hause, zur Schule und oft auch zur Party. Wird mal Zeit, Danke...

Kupferkabeldiebe haben am Montagmorgen den Berufsverkehr auf der U-Bahnlinie U7 (Rathaus Spandau-Rudow) für mehrere Stunden lahmgelegt. Betroffen war der Abschnitt zwischen den U-Bahnhöfen Britz-Süd und Rudow. "Uns wurden auf einer Länge von etwa 100 Metern Kupferkabel gestohlen", sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz dem Tagesspiegel am Montagmorgen. Später korrigierte sich die BVG. Unbekannte hätten versucht, Kabel zu stehlen. hieß es dann. Die Täter hätten Befestigungen gelöst und Kabel bereits durchtrennt, sagte BVG-Sprecher Markus Falkner. Dann seien sie wohl gestört worden. Der Zug habe sich in den gelösten Kabeln verfangen und dadurch die Anlagen auf einer Länge von 250 Meter beschädigt. Der gesamte U-Bahn-Verkehr auf dem Abschnitt im Süden des Bezirks Neukölln war fast fünf Stunden zwischen 4.30 Uhr und 9.20 Uhr unterbrochen. Seitdem fährt die U-Bahn wieder.

Wie der Konzern mitteilte, sei die erste Meldung in der BVG-Zentrale von einem U-Bahnfahrer gegen 4.30 Uhr eingetroffen. "Es muss einer der allerersten Züge gewesen sein", hieß es. Kabel hingen herum, und darin hätten sich dann die Stromabnehmer des Zuges verfangen. Es kam zum Kurzschluss, "nichts ging mehr". Techniker der BVG rückten aus, auch die Polizei.

Im Zug hätten zu dieser Uhrzeit "nur eine Handvoll Fahrgäste gesessen". Kurzfristig übernahmen mehrere Taxis den Dienst für die U-Bahn-Linie U7; nach kurzer Zeit seien dann genug Busse für den Ersatzverkehr im Einsatz gewesen. Diese waren zwar den Angaben zufolge barrierefrei. Fahrgäste wurden aber gebeten, mehr Zeit für ihren Weg zur Schule oder ins Büro einzuplanen. Zumal die Fahrradmitnahme in den Bussen nicht möglich ist.

Der Einbrecher stahlen die Kabel an der Johannisthaler Chaussee

Auch Fluggäste, die am Morgen zum Flughafen Berlin-Schönefeld fahren wollten, waren von den Behinderungen betroffen; viele Passagiere fahren mit der Linie U7 nach Rudow und von dort weiter mit dem Bus zum Flughafenterminal.

Der Grund für die lange Sperrung war lange unklar. In Durchsagen auf den U-Bahnhöfen war von einer "technischen Störung" die Rede. Wie die Täter in den Tunnel gelangt sein könnten, ist nicht bekannt. Graffiti-Sprüher gelingt dies aber auch; diese Tat sei kein Einzelfall - die BVG sei genauso betroffen wie die S- oder Regionalbahn, nur meist nicht so massiv, hieß es.

Der Einbruch in die Tunnelanlagen ereignete sich nahe dem U-Bahnhof Johannisthaler Chaussee an der Gropiusstadt; betroffen von den Sperrungen waren auch die U-Bahnhöfe Lipschitzallee, Wutzkyallee und Zwickauer Damm.

Behinderungen auch bei der S-Bahn am Ostkreuz

Wie berichtet gibt es am Montag im Berufsverkehr auch Behinderungen bei der S-Bahn. Die Bauarbeiten am Ostkreuz sind nicht beendet worden. Wegen "Bauzeitüberschreitung" sollen die Züge erst ab Dienstagfrüh wieder nach dem üblichen Plan fahren. Die Strecke zwischen Ostkreuz und Lichtenberg ist weiter gesperrt; zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof pendeln die Züge nur alle 15 Minuten.

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20.02.2015 11:17Fast 11.000 Mitarbeiter hat die BVG. Sie fahren uns ins Büro, nach Hause, zur Schule und oft auch zur Party. Wird mal Zeit, Danke...

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