BVG : 300 Millionen für neue Straßenbahnen

Die Berliner Verkehrsbetriebe werden 99 neue Flexity-Straßenbahnen kaufen, die extra für Berlin entwickelt worden sind. Um bis 2017 alle alten Bahnen ablösen zu können, braucht die BVG nach Sturmowskis Angaben noch 33 weitere der Flexitiy-Bahnen.

Klaus Kurpjuweit
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Die ersten vier Bahnen sind schon da. Ab 2011 kommen 99 weitere. Foto: ddp

Es ist bundesweit der größte Auftrag für neue Straßenbahnen seit Jahrzehnten: Für maximal 305,3 Millionen Euro wird die BVG, wie berichtet, zunächst 99 neue Flexity-Straßenbahnen kaufen, die extra für Berlin entwickelt worden sind. Finanziert werden sie vom Land. Angeschafft werden nach einem Beschluss des Aufsichtsrats vom Montagabend 40 lange und 59 der kürzeren Fahrzeuge. Der Fahrgastverband Igeb hatte gefordert, zunächst nur lange Typen zu kaufen, weil die Bahnen sonst auf gut genutzten Strecken überfüllt seien.

Dem widersprach am Dienstag BVG-Chef Andreas Sturmowski. Das Unternehmen habe Linie für Linie untersucht und so den Bedarf für eine durchschnittliche Auslastung ermittelt. Die 40 Meter langen Bahnen, die fast 250 Fahrgäste aufnehmen können, seien demnach für viele Linien zu groß; wirtschaftlicher seien dann die 30,8 Meter langen Züge, in die knapp 190 Fahrgäste passen. Die derzeit modernsten Straßenbahnen der BVG sind für 150 Insassen vorgesehen, in die alten Tatra-Fahrzeuge, die jetzt abgelöst werden, passen knapp 100 Fahrgäste. Diese beiden Typen können aber auch zusammengekuppelt in Zweier-Einheiten fahren und damit die Zahl der mitzunehmenden Fahrgäste verdoppeln.

Um bis 2017 alle alten Bahnen ablösen zu können, braucht die BVG nach Sturmowskis Angaben noch 33 weitere der Flexitiy-Bahnen, was den Auftragswert auf 397,6 Millionen Euro steigern würde. 2011 soll die Lieferung der ersten Bestellung mit 13 langen Fahrzeugen beginnen. 

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