Chronik II : Zugunfälle der letzen 15 Jahre in Berlin

9. April 1993:

Zwischen Wannsee und Griebnitzsee stoßen ein Intercity in Richtung Stuttgart und Intercity aus Hannover  zusammen. 1300 Menschen sind an Bord der beiden Züge. Drei  Menschen sterben. Irrtümlich hatte ein Fahrdienstleiter einem der Züge auf der eingleisigen Strecke freie Fahrt gegeben, obwohl schon ein Zug aus der Gegenrichtung auf dem Gleis unterwegs war. Auch der Zugführer des Zuges aus Berlin hatte ein Signal missachtet.

17. August 1995:  Ein Regionalexpress prallt auf der Strecke Berlin - Cottbus hinter dem Bahnof Eichwalde auf einem Bahnübergang mit einem Schwergutlaster zusammen. Der erste Wagen entgleist, einige Meter weiter rast der Steuerwagen dann in eine Böschung. Zwei Waggons kippen von den Gleisen. Der Führer des Zuges ist sofort tot.

8. Oktober 1996:  Bei einem Zugunglück auf dem Gelände des Charlottenburger Güterbahnhofes prallt ein Regionalzug aus Neustrelitz an einer Baustelle gegen den Ausleger eines Baggers. Elf Menschen werden verletzt. Baggerfahrer und Lokführer werden in dern Kabinen ihrer Fahrzeuge eingeklemmt.

26. August 1997:
Auf der Regionalstrecke zwischen Berlin-Karow und Groß Schoenebeck werden bei einem Zugunglück acht Personen verletzt. Zwei Züge waren frontal aufeinander geprallt. Ein Lokführer und eine Zugbegleiterin erleiden schwere Verletzungen. Ursache des Unglücks: Einer der beiden Züge war zu früh abgefahren und hatte nicht auf die Ankunft des entgegenkommenden Zuges gewartet.

20. November 2006:
  Ein mit 100 Fahrgästen besetzter Zug prallt in der unteren Ebene des neuen Bahnhofs Südkreuz auf einen haltenden Prüfzug. Das 58 Tonnen schwere Fahrzeug wird 20 Meter nach vorne geschleudert.  Zwei Menschen werden schwer, 31 leicht verletzt. 46 Rettungswagen mit 130 Sanitätern kommen zum Einsatz.

7. Oktober 2008: Am Biesdorfer Kreuz rast in der Nacht ein Reisezug, der nach Lichtenberg will, auf eine stehende Regionalbahn. Diese war von Templin unterwegs nach Lichtenberg. In beiden Zügen befinden sich glücklicherweise keine Fahrgäste. Das Führerhaus des Reisezuges wird komplett zerstört. Die Zugführer kommen mit leichten Verletzungen davon.


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