Flughafen Schönefeld : BBI: Kater nach der Feier

BBI will Bürgerfeste "deutlich besser organisieren": Am Tag nach dem anfangs missglückten Veranstaltungswochenende zum Richtfest für den Airport BBI traf man sich am Montag zur Manöverkritik.

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Schönefeld Eines sei klar, sagte der Sprecher der Berliner Flughäfen, Ralf Kunkel: „Wir müssen bei der Organisation solcher Bürgerveranstaltungen deutlich besser werden.“ Denn „einen ähnlich holprigen Start wie am Samstag wollen wir unseren Besuchern nicht nocheinmal zumuten“.

Die Flughafengesellschaft hatte, wie berichtet, die Besucheranzahl deutlich unterschätzt. Man war offenbar an beiden Wochenendtagen von etwa der Hälfte der Menschen ausgegangen – doch allein am Sonnabend standen 50 000 Berliner und Brandenburger an nur einer Kasse Schlange. Erfahrungsgemäß stehen die Berliner immer in Massen an, wann immer in der Stadt die Baustelle einer neuen U-Bahnstation oder eines Museum freigegeben wird. Nun ärgern sich viele, dass es überhaupt passieren konnte, dass die Faszination des neue Hauptstadtflughafens derart unterschätzt werden konnte.

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Das Richtfest auf dem BBI
BBI Richtfest geht weiter

Samstagvormittag mussten Gäste teils stundenlang warten, bis sie einen Platz in einem der zunächst nur drei Tourbusse ergatterten. Nachmittag fuhren dann schon zehn Busse, doch es fehlte fachkundiges Personal, das erklären konnte, was es mit den Erdhügeln und Stahlstreben so auf sich hat. Sonntag dann strömten sogar 70 000 Besucher durch die nunmehr vier Kassen, und 20 zusätzliche Servicekräfte erklärten in gut sichtbarer Kluft den Baufortschritt. Zu verantworten hatte das von vielen Gästen als „nur peinlich“ bezeichnete Bürgerfest mit zunächst einer Hüpfburg die interne Marketing-Abteilung der Flughafengesellschaft.

Unterdessen gab es am Tag danach auch Stimmen, wonach der Fehlstart nicht so schlimm gewesen sei. Die Flughafengesellschaft habe schnell reagiert, das enorme Interesse zeige auch, wie sehr der Flughafen die Menschen begeistere, sagte Thomas Kärger vom Pilot/ Controller Club. Bei der Berlin Tourismus Marketing hieß es, internationale Medien haben allein den riesigen Besucherandrang konzentriert, nicht die Organisationsmängel.

Der evangelische Flughafenpfarrer Justus Fiedler musste keine verärgerten Schäfchen trösten, sagte er – und begrüßte gestern schon wieder die nächsten Gäste, beim ersten Gottesdienst im Zelt neben dem Infotower.

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