Flughafen Schönefeld : Junge-Reyer fordert einheitlichen Taxi-Tarif

Berliner, die am zukünftigen Hauptstadtflughafen ein Taxi aus Brandenburg erwischen, haben das Nachsehen. Sie zahlen mehr. Obwohl weniger Taxen aus Brandenburg anstehen, rücken die Fahrer in der Warteschlange abwechselnd nach Bundesland vor.

Berlins Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hat sich für einen einheitlichen Taxitarif am Flughafen Schönefeld ausgesprochen. Es könne nicht sein, dass Kunden ihre Taxifahrt danach aussuchten, welches der billigere Anbieter sei, sagte Junge-Reyer am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. Am kurz hinter der Stadtgrenze in Brandenburg gelegenen Flughafen Berlin-Schönefeld gibt es seit Wochen Streit zwischen Berliner Taxifahrern und Kollegen aus dem brandenburgischen Landkreis Dahme-Spree. Obwohl deutlich weniger Brandenburger Taxis anstehen, dürfen die Fahrer jeweils abwechselnd nach Bundesland in der Warteschlange vorrücken. In dem brandenburgischen Kreis gilt auch eine andere Taxiverordnung, was Fahrten mit
Landkreis-Taxen in die Berliner City gegenüber Berliner Wagen auf gleicher Route teurer macht.

Die Senatorin setzt darauf, dass die in dieser Woche geführten Gespräche zwischen den beteiligten Taxiinnungen zur Beruhigung der Situation beigetragen haben. Es habe sich herausgestellt, dass an dem Flughafen eine kleine Gruppe „in besonders militanter Weise“ aufgetreten sei. Vor allem Berliner Taxifahrer sollen brandenburgische Kollegen teils massiv bedroht und beleidigt haben. Zu den unterschiedlichen Tarifen sagte Junge-Reyer, der Senat setze auf eine Verständigung zwischen den beteiligten Unternehmen und deren Vertretern. Die Länder Berlin und Brandenburg würden „erheblich darauf hinwirken“, auch wenn es auf der einen Seite einen Landkreis gebe, „der versucht, selbstbewusst aufzutreten“. Alle Beteiligten müssten sich verständigen, auch im Interesse der Kunden. ddp

28 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben