Flughafen Tempelhof : Pflüger kritisiert Wowereits Blockadehaltung

Nach die Bundesregierung sich für den eingeschränkten Weiterbetrieb des Flughafens Tempelhof ausgesprochen hat, fordert Pflüger von Wowereit Gesprächsbereitschaft über die Zukunft des Airports.

Tempelhof
Der Bund befürwortete die eingeschränkte Offenhaltung des Flughafens Tempelhof. -Foto: ddp

BerlinCDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger hat nach Interessensbekundungen der Bundesregierung an einer Offenhaltung des Flughafens Tempelhof ein Einlenken des Senats gefordert. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) müsse endlich seine Blockadehaltung aufgeben und sich im Interesse der Stadt bewegen, sagte Pflüger. Notwendig seien konstruktive Gespräche mit
dem Bund über die Zukunft des innerstädtischen Airports. Es wäre töricht, die ausgestreckte Hand der Bundesregierung auszuschlagen, betonte Pflüger.

Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte der "Berliner Morgenpost"gesagt, der Bund sei nach wie vor an einer Offenhaltung des City-Airports in eingeschränkter Form interessiert. Doch vom Berliner Senat habe es "keinerlei Signale" für einen begrenzten Weiterbetrieb gegeben.

De Maizière: "Sofort gesprächsbereit"

De Maizière sagte, dass der Bund "sofort gesprächsbereit" sei, sollte Berlin seine Position ändern und zu einer Änderung des Landesentwicklungsplanes bereit sein. Das aber lehnte Berlin bislang mit Verweis auf eine Gefährdung des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld strikt ab.

Der CDU-Politiker kündigte an, dass der Bund als Eigentümer des Flughafengebäudes bei dessen Verwertung keine Rücksicht auf Berliner Interessen nehmen werde, wenn Berlin bei seiner Haltung bleibe. Eine andere Überlegung sei, das schwer zu vermarktende Gebäude dem Land zu schenken.

Der FDP-Fraktionschef Martin Lindner kritisierte, die Bundesregierung lasse nichts als "Lippenbekenntnisse und leere Drohungen" verlautbaren. Der Bund könne die Flughafenimmobilie keineswegs ohne Rücksicht auf die Interessen Berlins vermarkten, da das Land hier die Planungshoheit habe. Von der CDU forderte Lindner "mehr als braven Applaus". Die Union müsse die Bundesregierung zu Taten bewegen. (mit ddp)

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