Flughafenstreit : Tempelhof soll Luftfahrtmuseum werden

Der Flughafen Tempelhof könnte nach Auffassung der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz nach Beendigung des Flugbetriebs zu einem Luftfahrtmuseum ausgebaut werden. Eine solche Ausstellung könne auch eine "positive nationale Identität" schaffen.

BerlinDer Flughafen Tempelhof könnte nach Auffassung des Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz (BBBA) e.V. nach Beendigung des Flugbetriebs zu einem Luftfahrtmuseum ausgebaut werden. Für eine solche Einrichtung gebe es an dem historischen Standort ideale Voraussetzungen, sagte BBBA-Präsident Andreas Kaden in Berlin. Der Flugbetrieb in Tempelhof soll nach dem Willen des Senats Ende 2008 eingestellt werden.

Ein Luftfahrtmuseum wäre nach Kadens Einschätzung eine große Attraktion für Berlin und dem Tourismus förderlich. Zudem würde es die Gefühle vieler Berliner berücksichtigen, die mit dem Flughafen Tempelhof Berliner Geschichte verbinden und ein Herz für die Fliegerei haben. "Mit einem solchen Museum würde die Luftfahrtgeschichte in Tempelhof trotz der Beendigung des Flugverkehrs an diesem Ort weitergehen", sagte der Präsident.

Vorstellbar sei eine industriell getragene Stiftung, die gemeinsam mit der öffentlichen Hand die entstehenden Investitionen und Umbauten verantwortet. Der Flughafen als einer der größten zusammenhängenden Gebäudekomplexe weltweit könnte mit Teilen des Freigeländes genutzt werden und so der Flugbegeisterung in aller Welt weiter als Identifikationsobjekt dienen. Hierbei sollte die zivile als auch die militärische Entwicklung der Luft- und Raumfahrt beginnend mit der Zeit der Berliner Luftbrücke eindrucksvoll dargestellt werden, fügte Kaden hinzu. Eine solche Ausstellung könne auch eine "positive nationale Identität" schaffen. (mit ddp)

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