Großflughafen : Piloten wollen BBI verklagen

Mehrere Piloten erwägen eine Klage gegen die Berliner Flughafengesellschaft sowie die zuständigen Luftfahrtbehörden. Sie befürchten, dass für Privatpiloten die Sicherheit in Schönefeld während der Bauzeit des BBI nicht gewährleistet ist.

BerlinMehrere Piloten prüfen derzeit, die Berliner Flughafengesellschaft sowie die zuständigen Luftfahrtbehörden zu verklagen. Sie befürchten, dass für Privatpiloten die Sicherheit in Schönefeld während der Bauzeit des BBI gefährdet ist. „Wegen der Großbaustelle sind die Rollwege oft stark verschmutzt, und gerade bei starkem Wind wird feinster Sand an die kleinen Maschinen im südlichen Flughafenbereich geweht“, sagt Privatpilot Thomas Kärger, der lange Jahre als Vorsitzender des Pilot/Controller Club Berlin-Brandenburg wirkte. Wenn feinster Sand und womöglich kleine Steine ins Fahrwerk oder in die Bremsen gelangten, könne das laut Kärger Materialbeschädigungen zur Folge haben. Bei großen Maschinen seien keine Probleme bekannt, hieß es bei Easyjet und Ryanair, die zu den Hauptnutzern in Schönefeld zählen.

„Sand ist immer schlecht“, sagt Privatpilot Detlef Bosin, der im Job Boeing 737 fliegt. Der Verkehrsflugzeugführer und fliegerische Sachverständige rechnet künftig mit regelmäßigen Verspätungen in und mehr Warteschleifen über Schönefeld. Da die kleinen Maschinen – vielfach Businessjets von Geschäftsleuten – nun nach Schönefeld umziehen, werde immer wieder die Landebahn lahmgelegt. Weil es nicht genügend Abrollwege gibt, müssten kleine Jets nach der Landung die ganze Bahn erst wieder zurückrollen. kög/kt

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