Kein Normalfahrplan : S-Bahn kann Versprechen nicht halten

Die S-Bahn kann ihr Versprechen, am 13. Dezember wieder zum Normalfahrplan zurückzukehren, nicht halten. Sie wird weiterhin nur ihren bisherigen Notbetrieb anbieten.

Klaus Kurpjuweit

Damit gibt es weiter keinen Verkehr auf der S 45 (Flughafen Schönefeld-Hermannstraße) und auf der S85 (Grünau/Schöneweide-Waidmannslust) und auf der S 25 bleibt es durchgängig beim 20-Minuten-Verkehr. Nach Tagesspiegel-Informationen kann die S-Bahn statt wie erhofft 480 Viertelzüge, die aus je zwei Wagen bestehen, weiter nur maximal 429 einsetzen. Damit sind auch weiter kürzere Züge als üblich unterwegs. Für den Normalbetrieb auch mit der vorgesehenen Zuglänge benötigt man in Spitzenzeiten 552 Viertelzüge.

Die Züge können die Werkstätten nur langsamer verlassen als geplant. Dort gibt es nach Tagesspiegel-Informationen durch die Einsparungen in den vergangenen Jahren jetzt zu wenig Mitarbeiter, um alle nötigen Arbeiten fristgerecht zu erledigen. Nach dem Bruch eines Rades am 1. Mai müssen die Räder häufiger kontrolliert werden. Zudem müssen Bremsanlagen erneuert werden, weil erforderliche Wartungsarbeiten unterlassen worden waren. Ferner werden die Züge derzeit für den Wintereinsatz vorbereitet, was den Aufenthalt in den Werkstätten ebenfalls verlängert. Die Bahn lehnt es ab, Werkstätten zu reaktivieren.

Derzeit wertet das Eisenbahn-Bundesamt die Ergebnisse der Rad-Messfahrten vom Sommer aus. Hier deuten sich weitere Probleme an. Im schlimmsten Fall müssten dann Anfang der nächsten Woche erneut rund 100 Viertelzüge stillgelegt werden.

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