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Kein Warnstreik am Dienstag : BVG-Tarifverhandlungen vertagt

Bei der BVG wird es am Dienstag keinen Warnstreik geben. Die Tarifverhandlungen wurden auf Donnerstag vertagt, die Gespräche verliefen bisher "konstruktiv und zielorientiert".

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BVG-Kunden dürfen aufatmen: Am Dienstag fahren Busse und Bahnen in Berlin. Foto: dpa
BVG-Kunden dürfen aufatmen: Am Dienstag fahren Busse und Bahnen in Berlin.Foto: dpa

Die fast elfstündigen Gespräche seien „konstruktiv und zielorientiert“ verlaufen, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit. Offen sei derzeit, ob eine Einigung erzielt werden könne.
ver.di und der Kommunale Arbeitgeberverband haben Stillschweigen vereinbart und wollen sich während der laufenden Verhandlungen nicht zu inhaltlichen Details äußern. Am Montagabend hatten beide Tarifkontrahenten mitgeteilt, das am Dienstag nicht gestreikt wird.

In den aktuellen Gesprächen zwischen Verdi und der BVG geht es nicht um höhere Löhne, sondern um die Arbeitsbedingungen der insgesamt rund 13 000 Beschäftigten der BVG und deren Tochterfirma Berlin Transport. Verdi will, dass die Mitarbeiter künftig weniger Stress haben. Im Schichtdienst einen Linienbus durch die Straßen der Stadt zu manövrieren, sei ein Kraftakt, hieß es. Kaum ein Fahrer mache mehr als 20 Jahre Dienst.

Außerdem weisen Gewerkschaft und Betriebsräte darauf hin, dass es gerade in Berlin jedes Jahr hunderte Attacken auf Busfahrer gibt. In einem ersten Entwurf hatte Verdi gefordert, dass ab dem 60. Lebensjahr zwischen Diensten mindestens zwölf Stunden Pause zu gewähren seien, noch sind es zehn Stunden. Ab dem 50. Lebensjahr will die Gewerkschaft außerdem fünf Urlaubstage mehr pro Jahr, das wären dann insgesamt 35 Tage.

Eine Sprecherin des Arbeitgeberverbandes sagte, man sei der Gewerkschaft in vielen Punkten entgegengekommen. Zum konkreten Angebot wollte man sich aber nicht äußern. Vor drei Jahren hatten die bei Verdi organisierten Bus- und Bahnfahrer für mehr Lohn gestreikt. Damals fielen während eines Vollstreiks über Wochen immer wieder Busse und Bahnen in der gesamten Stadt aus. (mit dapd)

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