Kommentar : Die Bossin

Ulrich Zawatka-Gerlach ist gespannt auf die neue Führungsfrau bei der BVG.

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Männer jedenfalls sehen es gern, wenn mal ausnahmsweise eine hübsche Busfahrerin am Lenkrad kurbelt, um den großen Gelben mit elegantem Schwung in die Kurve zu legen. Und dann lächeln diese Frauen sogar, wenn man es wagt, in den Bus zu steigen. So gesehen ist es doch erfreulich, wenn auch die Vorstandsetage der Verkehrsbetriebe bald weiblich bestückt wird, auch wenn die Vorstandschefin in spe, Sigrid Nikutta, für die Berliner noch ein unbeschriebenes Blatt ist. Sie kennt sich angeblich aus in Menschenführung, Weiterbildung und Massengütertransport. Ein wenig wird sie sich umstellen müssen, von den Schweinehälften im Bahncontainer hin zum vollen U-Bahnwaggon. Sonst aber passt ihr psychologisches Know-how wie die Faust aufs Auge, um den in manchen Ecken immer noch verstaubten Muffkopp-Laden BVG mit offensivem Charme auf Vordermann zu bringen. Ein Tipp: Die künftige BVG-Chefin sollte sich zügig mit Vera Gäde-Butzlaff auf einen Kaffee verabreden, die seit drei Jahren aus der kommunalen Stadtreinigung ein flottes Team fröhlicher Müllmänner formt. Frauen managen anders, aber nicht schlechter. (Seiten 10 und 12)

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