Konzessionen : Mit Kontrollen gegen illegale Taxifahrer

Zum ersten Mal seit Jahren ist in den vergangenen beiden Monaten die Zahl der Taxi-Konzessionen in Berlin zurückgegangen. Und es wird jetzt stärker kontrolliert.

Klaus Kurpjuweit

Der Bedarf sei trotzdem gedeckt, sagt Uwe Gawehn von der Taxi-Innung. Noch immer gebe es 7000 Konzessionen, erforderlich seien aber nur 5500. Vor allem Schwarzfahrer will man nicht mehr dulden. Im November 2008 hatte die Stadtentwicklungsverwaltung angekündigt, verstärkt gegen Schwarzfahrer vorzugehen. Seither habe die Zahl der Konzessionsanträge abgenommen, so Gawehn. Wer nach fünf Jahren eine Konzession verlängern will, muss nun auch Schichtzettel oder Kassenzettel vorlegen. Es sollen sechs zusätzliche Stellen beim Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten geschaffen werden.

Drei dieser Mitarbeiter sollen in der Stadt unterwegs sein und sich bei Kontrollen die Daten der Taxifahrer notieren. Die werden beim Beantragen der Konzession verglichen. Auch auf Daten des Eichamts bei den Taxametern oder des TÜV bei den Kilometerangaben will die Verwaltung zurückgreifen. Bisher sei dies an datenschutzrechtlichen Bedenken gescheitert, so Marko Rosteck, Sprecher der Stadtentwicklungsverwaltung.

In Hamburg funktioniert das Modell seit längerem. Berlin habe die Kontrollen nach einem Personalabbau weitgehend eingestellt, sagt Gawehn. Die Folge: mehr Schwarzfahrer.

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