Leserdebatte : BVG erhöht Preise – aber grüne Energie ist ihr zu teuer
29.07.2012 23:27 UhrDer Senat wollte für einen finanziellen Ausgleich sorgen - ist aber gescheitert.
Bei der wesentlich größeren BVG wären auch die Aufwendungen bei einem Umstieg auf Ökostrom erheblich höher. 17 Prozent des Bedarfs werden derzeit aus Atomkraftwerken bezogen. Jeder Prozentpunkt weniger würde Mehrkosten in Höhe von rund 100 000 Euro verursachen, sagt BVG-Chefin Sigrid Nikutta. Noch vor der Katastrophe von Fukushima habe man den Ausstieg geprüft, danach aber seien die Kosten für regenerative Energien so in die Höhe geschnellt, dass die Pläne zum Atomstromausstieg vorläufig aufgegeben worden seien. Versuche, vom Senat einen finanziellen Ausgleich zu erhalten, sind bisher gescheitert.
Schräger Auftritt zur Fashion-Week:
In Hamburg unterstützt die Stadt den Bezug von Ökostrom bei der S-Bahn. Einzelheiten zu den Modalitäten nennt man aber nicht. Nach Angaben von Insidern hat man dabei lediglich Mittel umgeschichtet. Und die landeseigene Hamburger Hochbahn, die bisher ebenfalls Ökostrom aus norwegischen Wasserkraftwerken bezogen hat, ist Anfang des Jahres aus dem Projekt ausgestiegen. Bei Stromkosten in Höhe von rund 16 Millionen Euro waren dem Unternehmen die Mehrkosten von 300 000 Euro zu viel.
Die Mehrausgaben für den sauberen Strom rechnen sich aber – durch einen erheblichen Imagegewinn. Darin sind sich KVG-Sprecherin Hamdad und VAG-Sprecherin Seitzinger einig. Auch deshalb sei in Kassel die Zahl der Fahrgäste in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, sagt Hamdad.
Ganz verabschiedet hat sich die BVG vom Verzicht auf Atomstrom auch noch nicht. Man wolle sich zumindest das Nürnberger Beispiel mit den geringen Mehrkosten ansehen, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz.

























