Luftverkehr : Flughafen gut im Geschäft

Ein kräftiges Jahresplus bei der Flughafengesellschaft deckt beinahe schon die Kostenbeteiligung für den Ausbau des Flughafens Schönefeld. Streit gibt es bei den geplanten Gebühren für Passagiere.

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Auch die Aschewolke, Streiks und ein harter Winter vor einem Jahr haben die Flughafengesellschaft nicht gebremst: Trotz dieser Widrigkeiten erwirtschaftete sie einen Gewinn in Höhe von 90 Millionen Euro, von dem noch Zinsen, Steuern und Abschreibungen abgezogen werden. Der Umsatz stieg mit 250 Millionen Euro auf einen Höchststand. Damit habe die Flughafengesellschaft ihren Anteil am Ausbau des Flughafens in Schönefeld bereits fast erwirtschaftet, verkündete am Mittwoch Flughafenchef Rainer Schwarz. Von den 440 Millionen Euro, die der Flughafen selbst beisteuern muss, fehlten noch 20 Millionen Euro, die man in diesem Jahr erwirtschaften werde.

Ende November soll der Probebetrieb in Schönefeld beginnen, um den Flughafen am 3. Juni 2012 eröffnen zu können. Schwarz warnte davor, ein Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr zu fordern, wie es die CDU verlangt hat. Dann würde Berlin dauerhaft zur Flugprovinz.

Vor der Eröffnung muss auch noch geklärt werden, wie hoch die Gebühren am neuen Flughafen sein werden, die die Fluggesellschaften zahlen müssen. Die bisherigen Vorstellungen des Flughafens seien nicht zu akzeptieren, sagt der Berliner Lufthansachef Thomas Kropp. Die Gebühren sollen nach den Plänen des Flughafens auf mehr als 20 Euro pro Passagier steigen und damit höher sein als derzeit in Tegel. Auf dem alten Flughafen Schönefeld sind sie derzeit noch geringer.

Passagiere müssen seit diesem Jahr bereits die von der Bundesregierung eingeführte Luftverkehrsabgabe zahlen; acht Euro bei Inlandsflügen. Schwarz rechnet deshalb damit, dass es in diesem Jahr zu keinem neuen Passagierrekord reichen wird, den es mit 22,32 Millionen Fluggästen noch im vergangenen Jahr gegeben hatte.

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