Mögliche Ausschreibung : Entscheidung über S-Bahn am Jahresende

Das Land Berlin will Ende des Jahres entscheiden, ob und wie das S-Bahnnetz oder Teilstrecken ausgeschrieben werden. Für die Anschaffung neuer Züge gibt es mehrere Varianten.

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Diesmal wieder Kabeldiebstahl: Am Dienstagmorgen gab es wieder Verspätungen und Zugausfälle bei der Berliner S-Bahn. Vor allem der Osten Berlins war betroffen. Hier die entsprechende Mitteilung am Bahnhof Greifswalder Straße.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Maik Werther
29.05.2012 07:23Diesmal wieder Kabeldiebstahl: Am Dienstagmorgen gab es wieder Verspätungen und Zugausfälle bei der Berliner S-Bahn. Vor allem der...

Sollte es zur Ausschreibung kommen, will das Land bis dahin „förmliche Kriterien“ für den Kauf neuer S-Bahn-Wagen verankern, sagte Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) am Dienstag. Wie berichtet, sind Ingenieursberatungsleistungen für technische Parameter im Umfang von rund 120 000 Euro derzeit europaweit ausgeschrieben. 

Es gibt mehrere Varianten, wie 200 Viertelzüge im Kostenumfang von 600 Millionen Euro angeschafft werden können: durch das Land Berlin, das die Wagen einem Betreiber weitergibt, durch ein landeseigenes Unternehmen, das die Strecken selbst betreibt oder durch eine wettbewerbsrechtliche Vergabe.

Laut Junge-Reyer hat die Deutsche Bahn eine „einseitige Verpflichtungserklärung abgegeben, einen Beschaffungsvorgang vorzubereiten“. Berlin sei aber zu nichts verpflichtet. Ob das im Klartext eine Kaufabsicht der Bahn impliziert, ließ sie offen. „Ein Vertrag mit Berlin heißt es aber nicht“, sagte sie. Sie sei nach wie vor „nicht zufrieden mit den Leistungen der S-Bahn“. Trotzdem haben das Land und die Deutsche Bahn zwei Arbeitskreise gebildet, die sich mit der Wartung der vorhandenen Fahrzeuge sowie der Koordination von Technik und der bestehenden Infrastruktur befassen. „Bis Sommer sollen Experten Vorschläge erarbeiten, wie die Infrastruktur verbessert werden kann“, sagte Junge-Reyer. Mit dem Kauf neuer S-Bahn-Wagen hätten die Gremien nichts zu tun. Sonst müsste die Bahn wegen des Wissensvorsprungs bei einem Vergabeverfahren ausgeschlossen werden.

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