Nach Kabelbrandanschlag : S-Bahn fährt immer noch eingeschränkt

Drei Tage nach dem Kabelbrand bei der S-Bahn fährt auf einer Teilstrecke immer noch ein Busersatzverkehr. Die Reparaturarbeiten sind offenbar kompliziert.

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Diesmal wieder Kabeldiebstahl: Am Dienstagmorgen gab es wieder Verspätungen und Zugausfälle bei der Berliner S-Bahn. Vor allem der Osten Berlins war betroffen. Hier die entsprechende Mitteilung am Bahnhof Greifswalder Straße. Foto: Maik WertherWeitere Bilder anzeigen
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29.05.2012 07:23Diesmal wieder Kabeldiebstahl: Am Dienstagmorgen gab es wieder Verspätungen und Zugausfälle bei der Berliner S-Bahn. Vor allem der...

Auch drei Tage nach dem Brand eines Kabelschachtes im Bereich Neukölln müssen sich Fahrgäste auf Einschränkungen im Berliner S-Bahnverkehr einstellen. Die Bauarbeiten seien sehr kompliziert, sagte ein S-Bahn-Sprecher zu Tagesspiegel.de. "Das ist eine gigantische Fleißarbeit". Der Verkehr auf der Ringbahn läuft seit Mittwoch wieder planmäßig im 5-Minuten-Takt. Änderungen gibt es noch auf den Linien S 46 und S 47. Die Linie S 46 fährt von Königs Wusterhausen kommend ab Baumschulenweg abweichend nach Treptower Park. Die Linie S 47 verkehrt nur zwischen Spindlersfeld und Schöneweide. Zur Station Köllnische Heide ist ein Busersatzverkehr eingerichtet. Wann genau die Reparaturarbeiten abgeschlossen sein werden, konnte der Sprecher nicht sagen. "Die Techniker arbeiten mit Hochdruck". Ein Ende der Einschränkungen sei aber absehbar.

In der Nacht zu Sonntag war es auf der Strecke zwischen den S-Bahnhöfen Sonnenallee und Neukölln zu dem Kabelbrand gekommen. Der Kabelschacht wurde auf einer Länge von etwa 100 Metern beschädigt. Dabei wurden auch Telefonleitungen beschädigt, was dazu führte, dass die Telefonanlagen bei S-Bahn und Deutscher Bahn-Zentrale stundenlang ausfielen. Die Telefonkabel sind inzwischen repariert, in dem beschädigten Kabelstrang laufen jedoch nach Angaben des S-Bahn-Sprechers zahlreiche andere wichtige Leitungen, wie zum Beispiel Signalkabel, die Steuerungstechnik für die Weichen und automatische Sperren. Dies müsse alles von Hand geprüft und repariert werden. Ein normaler zweigleisiger Zugverkehr sei auf der Strecke nur möglich, wenn die Sicherungstechnik einwandfrei funktioniere, sagte der Sprecher.

Eine militante Anti-Atomkraft-Gruppe hatte sich im Nachhinein zu dem Anschlag bekannt. Die Tat richtete sich der Gruppe zufolge gegen die Atompolitik der Bundesregierung und der Energiekonzerne. (mit dapd)

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