Nahverkehr : Aktionstag zur Sicherheit bei der Tram

Die BVG bittet die Berliner, auf ihre Linie zu achten. Dabei geht es aber nicht ums Gewicht, sondern um Straßenbahnen.

Weil an den jährlich rund 700 Unfällen mit der Tram lediglich zu etwa fünf Prozent die Schuld bei den Fahrern liegt, startet die BVG jetzt erneut eine Aufklärungskampagne unter dem Motto „Achte auf deine Linie“ zur Sicherheit in und um die Straßenbahn. Am Sonnabend findet dazu von 10 bis 18 Uhr ein Aktionstag am Fernsehturm statt.

Am häufigsten sind Karambolagen mit Personenwagen; die gravierendsten Folgen aber haben Unfälle mit Fußgängern. Sieben Tote gab es laut BVG im vergangenen Jahr; 2007 waren es vier. Fünf Menschen wurden beim Überqueren der Gleise von einer Tram erfasst: Einmal missachtete ein Fußgänger das Rot der Ampel und in einem Fall war ein Mann eingeklemmt und mitgeschleift worden.

Fußgänger unterschätzten oft die Geschwindigkeit der Bahnen und deren Bremsweg, sagt BVG-Straßenbahndirektor Klaus-Dieter Matschke. Der Bremsweg der Tram ist mindestens doppelt so lang wie bei einem Auto. Die meisten Verletzten gibt es allerdings in den Fahrzeugen. 128 waren es im vergangen Jahr. Meist waren die Fahrgäste gestürzt, etwa bei einer abrupten Gefahrenbremsung.

Grundsätzlich sei die Tram sehr sicher, sagt Matschke. Alle müssten nur die möglichen Gefahren kennen. Deshalb erhalten am Sonnabend am Alexanderplatz auch Autofahrer Tipps zur Tram. kt

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