S-Bahn : Quietschen nervt Fahrgäste

Dass es bei der S-Bahn quietscht, ist an sich nichts neues. Im Nord-Süd-Tunnel klagen Fahrgäste inzwischen fast auf der gesamten Strecke über die Geräuschkulisse.

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Zu sehen ist die S-Bahn noch lange nicht auf allen Linien, doch dafür sind die Züge im Nord-Süd-Tunnel zumindest sehr gut zu hören. Fahrgäste – und zum Teil auch Anwohner im Bereich der Notausstiege – klagen über ein extrem lautes Quietschen der Züge, das fast während der gesamten Fahrt durch den Tunnel zu hören ist. Zum Krach komme es, weil vor kurzem die Schienen gefräst und geschliffen worden seien, sagte eine Bahnsprecherin. Nach diesen Arbeiten komme es zu einer höheren Geräuschentwicklung, die nach einigen Tagen aber durch den Zugbetrieb wieder nachlasse. Die im Tunnel angebrachten Schmieranlagen sollen vor allem verhindern, dass sich die Schienen abnutzen. Diese Einrichtungen würden regelmäßig gewartet.

Die Räder der S-Bahnen gelten zwar als nicht dauerfest und müssen deshalb bis zu einem Wechsel auf neue Räder häufiger als vorgesehen kontrolliert werden, einen Zusammenhang mit dem Quietschen im Tunnel gebe es aber nicht, heißt es bei der S-Bahn.

Stetiges Quietschen hat in der Vergangenheit unter anderem auch bei Anwohnern der Hochbahnstrecke der U-Bahn-Linie U 1 in Kreuzberg zu Protesten geführt. Durch die Reibung zwischen Rad und Schienen entsteht in den Kurven der Krach, wobei der Lärm durch eine extreme Trockenheit noch verstärkt werden kann. Die BVG hat deshalb an mehreren Stellen in ihrem Netz Sprühanlagen eingebaut, die automatisch vom Zug aus in Gang gesetzt werden.

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