Schienenersatzverkehr : Jetzt sind auch die ersten Busse der S-Bahn kaputt

Die S-Bahn hat nicht nur Probleme mit ihren Zügen, sondern jetzt auch noch mit ihren Bussen.

André Görke

DIE POLIZEIKONTROLLE


Die Polizei zog am frühen Montagabend drei Fahrzeuge aus dem Verkehr, die als Schienenersatzverkehr zwischen den S-Bahnhöfen Messe Süd und Wannsee im Einsatz waren. Zwei Busse waren "richtig kaputt", hieß es bei der Polizei. "Der dritte durfte weiterfahren – aber nur in die nächste Werkstatt, ohne Fahrgäste." Die S-Bahn bestätigte den Vorfall.

DIESEL LIEF AUS
Polizisten des Verkehrswarndienstes hatten Reisebusse am Avus-Parkplatz kontrolliert, da fiel ihnen ein Bus vor der Deutschlandhalle auf. Sie kontrollierten diesen und untersagten die Weiterfahrt. Ein Auszug aus der Mängelliste: Der Tank war defekt, Diesel lief aus, ein Radbolzen hat gefehlt, die Lenkung war verschlissen.

STOSSDÄMPFER FEHLT
Da der Parkplatz vor der Deutschlandhalle Endhaltestelle ist, fuhr ein zweiter Bus vor. Auch ihn schauten die Polizisten an und schrieben ins Protokoll: Der Stoßdämpfer an der Vorderachse war abgerissen, die Lenkung defekt, der Auspuff los. Auch er wurde abgeschleppt. Beim dritten "auffälligen" Bus entdeckten die Polizisten Ölverlust im Motorraum, Mängel an der Karosserie und an der Achse. Er rollte in die Werkstatt.

WO DIE BUSSE HERKAMEN
Laut Kennzeichen kamen die Busse aus "UER", also Uecker-Randow, Mecklenburg-Vorpommern. "Ein Subunternehmer", sagte eine S-Bahnsprecherin. Der Vorfall werde am Dienstag in der Zentrale ausgewertet. Insgesamt setzt die S-Bahn stadtweit derzeit 40 Busse im Schienenersatzverkehr ein.

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