Tempelhof : Flughafen-Befürworter rufen zu Protesten auf

"Luftverkehrsirrsinn in Tegel" herrscht seit der Schließung des Flughafens Tempelhof, meint das Aktionsbündnis be-4-Tempelhof. Am Sonnabend will es erneut gegen das Aus demonstrieren. Mehr zum Thema Tempelhof finden Sie auf einer Sonderseite in der Sonntag-Ausgabe (7. Dezember) des Tagesspiegels.

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Für immer geschlossen: Der Flughafen Tempelhof. Die Gegner der Schließung finden sich trotzdem nicht damit ab. -Foto: dpa

BerlinDas Aktionsbündnis be-4-Tempelhof hat für Samstag um 15 Uhr zu einer weiteren Protestdemonstration in Berlin-Charlottenburg gegen das Aus des Airports Tempelhof aufgerufen. Der Protestaufzug mit einer Unterschriftensammlung soll am Adenauerplatz beginnen und über den Kurfürstendamm ziehen, teilte ein Sprecher des Bündnisses am Freitag mit. be-4-Tempelhof kritisiert eigenen Angaben zufolge den "Luftverkehrsirrsinn in Tegel", der sich aus der Schließung des Airports Tempelhof ergeben habe.

Dadurch habe sich die Situation am Flughafen in Tegel drastisch verschlechtert. Er platze "aus allen Nähten". Fluggäste müssten am Airport mit langen Schlangen vor den Abfertigungsschaltern sowie bei der Sicherheitskontrolle rechnen, kritisierte der Sprecher. Daraus würden sich auch Verspätungen im Flugverkehr ergeben. Ebenso seien die Zufahrtswege nach Tegel durch einige Baustellen, die bis 2011 andauern sollten, teilweise blockiert.

Außerdem moniert das Aktionsbündnis, dass ein Großteil der Geschäftsflieger, die zuvor in Tempelhof landeten, nun in Tegel die Passagiere absetzen müssten. Anschließend starteten sie in Richtung Schönefeld, da es auf dem Flughafen Tegel keine Stellplätze gebe. Der Bau eines weiteren Terminals koste den Steuerzahler erneut viel Geld.

Der Betrieb auf dem Flughafen Tempelhof war am 31. Oktober nach 85 Jahren eingestellt worden. (imo/ddp)

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