Tempelhof : Neuer Vorplatz am Bahnhof Südkreuz

Jahrelanger Streit um Finanzierung beendet: Gut viereinhalb Jahre nach der Eröffnung soll es am Bahnhof Südkreuz in Tempelhof-Schöneberg auch auf der Ostseite einen gestalteten Vorplatz geben.

Klaus Kurpjuweit
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Neue Ansichten. Neben der verlegten Papestraße (links) entsteht der Platz. Foto: promo

Gut viereinhalb Jahre nach der Eröffnung soll es am Bahnhof Südkreuz in Tempelhof-Schöneberg auch auf der Ostseite einen gestalteten Vorplatz geben. Die Arbeiten beginnen jetzt und sollen Ende 2010 fertig sein. Der nach Angaben der Bahn zweitwichtigste Fernbahnhof in Berlin war Ende Mai 2006 eröffnet worden. Auf dem östlichen Platz entstehen 25 Stellflächen für Taxis, neun Halteplätze für Autos zum Ein- und Aussteigen sowie zunächst 50 Fahrradabstellplätze. Insgesamt soll der Umbau rund sechs Millionen Euro kosten.

Jahrelang hatten sich der Senat und die Bahn gestritten, wer die Kosten der Vorplätze am Bahnhof Südkreuz übernehmen sollte. Erst fast in letzter Minute war die Bahn vor der Eröffnung bereit, den westlichen Vorplatzbau zu finanzieren, den heutigen Hildegard-Knef-Platz. Den Bau des östlichen Pendants machte jetzt erst das Geld aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung möglich.

Um den Vorplatz anlegen zu können, muss die General-Pape-Straße auf einer Länge von 375 Metern abgebrochen und 27 Meter versetzt neu gebaut werden. Die Fläche stellt der Senat bereit. Die Stützmauer soll mit Wein und Efeu begrünt werden. Zudem werden entlang der neuen Straße 27 Platanen gepflanzt.

Von der neuen Straße aus könnte auch die Zufahrtsrampe zum nördlichen Parkdeck des Bahnhofs gebaut werden. Da die Bahn nicht selbst investieren will, aber auch immer noch keinen Finanzier gefunden hat, bleibt diese betonierte Parkfläche aber weiter ohne Anschluss ans Straßennetz. Südkreuz war als „Autobahnhof“ konzipiert worden; bis auf die Parkebene über den Bahnsteigen wurden die vorgesehenen Etagen aber nicht gebaut. Klaus Kurpjuweit

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