Thilo Sarrazin : "Tempelhof hat einen Wert von bestenfalls null"

Berlins Finanzsenator Sarrazin lehnt eine Verknüpfung des Flughafens Tempelhof mit der Sanierung der Staatsoper weiterhin ab. Der Bund will weitere Finanzhilfen nur dann gewähren, wenn Berlin die Risiken der Airport-Schließung selbst trägt.

Tempelhof Foto: Wolff
Der Flughafen Tempelhof. -Foto: Wolff

Berlin Für Sarrazin ist der Flughafen Tempelhof nicht unmittelbar zu verwerten und verursachtg laufend hohe Ausgaben, sagte der Finanzsenator im RBB-Inforadio. Der Bund macht Finanzhilfen zur Sanierung der Staatsoper davon abhängig, dass Berlin Defizite und Risiken nach der Schließung des Airports im Herbst 2008 weitgehend allein trägt.

Berlin sei dem Bund schon in anderen Bereichen finanziell weit entgegen gekommen, sagte Sarrazin. "Wir haben wesentlich mehr Kosten für die innere Sicherheit, als wir jetzt hier vom Bund bekommen." Das gelte auch für vom Bund verursachte Kosten. Der Bund hatte sich im neuen Hauptstadtvertrag bereiterklärt, statt 38 künftig 60 Millionen Euro für die Sicherheitsaufgaben zu zahlen. Doch auch diese Summe steht wegen des Streits jetzt zur Disposition.

Außerdem sei Berlin bereit, die laufenden Zuschüsse an die Staatsoper zu erhöhen, wenn der Bund einen Baukostenzuschuss gebe, sagte der Senator. Das habe er nur schweren Herzens zugestanden. "Und das fand ich schon ein ziemliches Opfer für den Haushalt", fügte Sarrazin hinzu. Der Bund fordert im Gegenzug für die 200 Millionen Euro zur Sanierung der Oper, dass Berlin seinen Zuschuss an das Haus Unter den Linden jährlich um zehn Millionen Euro aufstockt. (mit ddp)

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