Winterdebakel : Wowereit will rasche Entschädigung für S-Bahn-Kunden

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) fordert eine schnelle und angemessene Entschädigung für S-Bahn-Kunden für das anhaltende Chaos - und nimmt die S-Bahn-Mitarbeiter in Schutz.

Angesichts der zu erwartenden weiteren „massiven Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr“ seien solche Regelungen notwendig, sagte Wowereit am Sonntag. „Die Kunden haben ein Anrecht auf Lieferung der mit dem Fahrschein erworbenen Leistung.“ Könne die S-Bahn diese nicht erbringen, seien finanzielle Ausgleichszahlungen „zwingend geboten“.

Seit Sonntag ist das ohnehin schwache Fahrangebot noch weiter ausgedünnt. Nach Angaben des Unternehmens wurden nur noch etwa 200 Viertelzüge auf die Schiene gebracht. Die Streckenabschnitte Strausberg-Strausberg Nord, Spandau-Westkreuz, Wartenberg-Springpfuhl und Hennigsdorf-Schönholz konnten vorübergehend nicht bedient werden. Zwischen Hennigsdorf, Tegel und Wilhelmsruh sowie zwischen Strausberg und Strausberg Nord sollten stattdessen Busse fahren. Zugleich wurden die Fahrpreise mit Jahresbeginn im Durchschnitt um 2,8 Prozent angehoben.

Wowereit forderte die S-Bahn-Führung auf, alles zu unternehmen, um den Auftrag im Interesse der Berliner wieder wahrnehmen zu können. Die Mitarbeiter des Tochterunternehmens der Deutschen Bahn trügen keine Verantwortung für das Debakel, betonte der Regierungschef. Sie würden „unter schwierigen Bedingungen mit großem persönlichen Einsatz einen guten Job machen“. (dapd)

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