Berlin : Verkehrspolitik: Stadträtin mag Zebrastreifen

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Tempo 30, Zebrastreifen, Rundum-Grün für Fußgänger - Charlottenburgs Baustadträtin Beate Profé (Bündnis 90 / Grüne) hat in einem Schreiben an Verkehrsstaatsekretärin Maria Krautzberger einige Vorschläge zur Stärkung des Rad- und Fußgängerverkehrs gemacht. Die CDU wirft ihr, wie berichtet, einen Alleingang vor. Die Ideen seien nicht in den BVV-Ausschüssen diskutiert worden. Auf Bezirksebene kann die Stadträtin ohnehin nicht mehr damit rechnen, ihre Verkehrspolitik durchzusetzen: Im Fusionsbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf will die CDU ihre Ressorts übernehmen. Als Nachfolger ist Wilmersdorfs Baustadtrat Alexander Straßmeir nominiert (siehe auch Beitrag oben links).

Die Grünen-Politikerin setzt sich für die Wiedereinführung von Tempo-30-Zonen ein, die 1993 von der Straßenverkehrsbehörde aufgehoben worden waren. Nur vor Kitas und Schulen gilt dort noch stellenweise Tempo 30. Es geht um die Olbers-, Schlüter-, Osnabrücker , Richard-Wagner- und Winscheidstraße sowie Teile weiterer Straßenzüge: die Gervinusstraße westlich der Droysenstraße, den Heckerdamm nahe dem Friedrich-Olbricht-Damm und die Wilmersdorfer Straße südlich der Krummen Straße. Beate Profé argumentiert, durch Tempo 30 habe es weniger Unfälle gegeben. Gegen die Aufhebung der Zonen hätten viele Bürger protestiert.

Dazu listet die Stadträtin 16 Straßen auf, in denen die BVV Anfang der 90er Jahre Tempo 30 einführen wollte, bis dies an veränderten politischen Mehrheiten scheiterte - etwa den Stuttgarter Platz zwischen Lewisham- und Wilmersdorfer Straße, die Bredtschneiderstraße am östlichen Messedamm, Einstein- und Salzufer, die Preußenallee sowie den Straßenzug Helmholtz-, Dove-, Cauer- und Leibnizstraße.

Auch die Pläne von SPD-Verkehrssenator Peter Strieder, wieder mehr Zebrastreifen einzurichten, "begrüße ich sehr", schrieb Beate Profé. Dafür geeignet seien unter anderem die Ecken Schiller- und Wilmersdorfer Straße sowie Helmholtz- und Morsestraße und die Windscheidstraße an der Einmündung der Suarezstraße. Sinnvoll seien Zebrastreifen ferner in der Reichs-, Leibniz- und Lietzenburger Straße und in der Platanenallee. In diesen Fällen müssten die genauen Orte aber erst noch geprüft werden.

Rundum-Grün-Ampelschaltungen schlägt die Dezernentin am Stuttgarter Platz / Ecke Windscheidstraße, an der Mommsen / Ecke Wilmersdorfer Straße sowie an der Kreuzung Goethe- und Knesebeckstraße vor.

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