Verkehrsunfall in Neukölln : Rollstuhlfahrer umgefahren und geflüchtet

Zwei Jugendliche haben am Freitag einen 46-jährigen Rollstuhlfahrer mit ihrem Fahrzeug umgefahren und sind anschließend geflüchtet. Dank dem beherzten Eingreifen zweier Zeugen konnten die Täter später ermittelt werden.

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Durch die Umsicht zweier Zeugen konnte eine an Gemeinheit kaum zu überbietende Unfallflucht in der Nacht zu Freitag schnell geklärt werden. Gegen 0.30 Uhr war ein Auto äußerst rücksichtslos in Neukölln von der Hermannstraße in die Silbersteinstraße abgebogen. Der Kleinwagen erfasste einen Rollstuhl und schleuderte dessen Fahrer aus seinem Sitz auf die Straße. Er hatte bei Grün die Silbersteinstraße überqueren wollen. Der 46-Jährige wurde zum Glück nur leicht verletzt. Der Fahrer des Opel fuhr – ohne zu stoppen – mit hoher Geschwindigkeit weiter, ohne sich um das Unfallopfer zu kümmern.

Sofort halfen aber zwei Menschen: Eine Zeugin alarmierte die Polizei und kümmerte sichum den Verletzten; ein 24-jähriger Taxifahrer, der auf Fahrgäste gewartet hatte, nahm die Verfolgung des Wagens auf. Als der Taxifahrer den Wagen am Britzer Damm aus den Augen verlor, kehrte er sofort an den Tatort zurück. Dank seiner präzisen Beschreibung des Wagens konnte sofort eine Fahndung begonnen werden. Eine Streife entdeckte den Wagen in der Hannemannstraße, etwa zwei Kilometer vom Unfallort entfernt. Der 17-jährige Taleb M., der der Aussage des Zeugen zufolge vermutlich am Steuer saß, hatte keinen Führerschein. Wohl deshalb behauptete der 20-jährige Ahmed S., den die Polizisten mit M. am Wagen antrafen, dass er gefahren sei. Beide machten dem Vernehmen nach widersprüchliche Angaben. Das Polizeipräsidium lobte gestern den Einsatz der beiden Helfer als vorbildlich. Ha

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