Berlin : Verkehrte Welt

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Reinickendorf. Für die Bewohner der nördlichen Ortsteile Berlins und der angrenzenden Randgemeinden, die regelmäßig in die Innenstadt müssen, kommt es in diesem Sommer doppelt schlimm. Nach der Sperrung des Nord-Süd-Tunnels der S-Bahn wird, wie berichtet, während der Ferien auch noch der Autobahntunnel Ortskern Tegel saniert. Mit erheblichen Staus ist insbesondere während der Hauptverkehrszeiten zu rechnen, warnt schon jetzt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Im Tegeler Tunnel muss nicht nur die Fahrbahn instand gesetzt werden. Zusätzlich sind auch Reparaturen an der Tunneldichtung erforderlich. Vom 8. Juli bis zum 17. August wird der Verkehr auf der A 111 auf eine Spur pro Fahrtrichtung eingeschränkt.

Eine Umfahrungsmöglichkeit wird zwischen den Anschlussstellen Holzhauser Straße und Waidmannsluster Damm eingerichtet. Sie verläuft in Fahrtrichtung Süden über Karolinen- und Berliner Straße, in Richtung Norden über die Conradstraße. Restarbeiten mit einer Verschwenkung und Einengung der Fahrbahn finden nach dem Ferienende noch bis voraussichtlich Ende Oktober statt, sollen dann aber für keine nennenswerten Verkehrsbeeinträchtigungen sorgen. Der Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn wird bereits am 19. August wieder freigegeben.

Autofahrer aus dem Berliner Norden, die während der Unterbrechung der S-Bahnverbindung mit dem Auto nach Alt-Tegel fahren wollen, um von dort aus die als Alternative angebotene U-Bahnlinie 6 zu benutzen, müssen während der Sommerferien mit erheblichen Behinderungen rechnen. Die Umleitungsempfehlung der S-Bahn Berlin GmbH zeigt auf, wie sich beide Engpässe vermeiden lassen. Den Benutzern der S-Bahnlinien S 1, 2, 25 und 26 wird geraten, am Bahnhof Gesundbrunnen auf die neue Ringbahn zu wechseln und nach einer Station am Bahnhof Wedding in die U6 umzusteigen. Bereits im vorigen Jahr war der weiter nördlich liegende Beyschlagtunnel der A111 saniert worden. Vergeblich hatten damals Anwohner gegen die Nutzung der Ruppiner Chaussee als Umleitungsstelle geklagt. Die befürchteten Staus waren 2001 geringer ausgefallen als zunächst befürchtet wurde. du-

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