• Vermieten und missionieren mit dem Petruswerk Die Gewinne der Immobilienfirma sollen Kindern in Afrika helfen

Berlin : Vermieten und missionieren mit dem Petruswerk Die Gewinne der Immobilienfirma sollen Kindern in Afrika helfen

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Das Petruswerk soll die Weltmission des Karmeliterordens unterstützen. Wie berichtet, hat das hoch verschuldete Berliner Erzbistum vergangenen Freitag für 18 Millionen Euro seine Immobilienfirma, das Petruswerk, verkauft. Neuer Eigentümer ist die Wohnungsbaugesellschaft Avila in Potsdam. Deren Gesellschafter sind zu zwei Dritteln der deutsche und der österreichische Karmeliterorden. Mit den Gewinnen aus dem Petruswerk sollen weltweit Entwicklungshilfeprojekte der Karmeliter gefördert werden.

Noch ist nicht abzusehen, wann das Petruswerk wieder Gewinne machen wird. Avila hat Bankverbindlichkeiten in Höhe von 80 Millionen Euro übernommen. „Die Perle Petruswerk war stumpfer, als wir dachten“, sagte Reimar Witzel, der den Verkauf für das Erzbistum betreute. Der neue Eigentümer will die Immobilienfirma in fünf Jahren saniert haben. Die Schulden seien entstanden, weil man seit zehn Jahren in Bauvorhaben zum Beispiel in der „Gartenstadt“ in TreptowKöpenick oder in der Rummelsburger Bucht investiert habe, die Häuser sich aber nicht verkaufen ließen. Diese will man nun abstoßen, auch unter dem erhofften Verkaufspreis. Avila will sich wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren: die Vermietung und Verwaltung von Wohnungen.

Zum Bestand des 1958 gegründeten Petruswerks gehören 2300 Wohnungen vor in Lankwitz (Preysingstraße), in Lichtenrade (Bornhagenweg) oder in Gropiusstadt. Die meisten Wohnungen wurden in den 60er und 70er Jahren gebaut, der Großteil sind Sozialwohnungen. Sie sollen sukzessive saniert werden, vor allem die Küchen und Bäder würden nicht den heutigen Standards entsprechen, heißt es bei der Avila. Das soll ohne Mieterhöhung gehen. Die Immobilienfirma Avila wurde 2000 gegründet, ihr gehören neben dem Petruswerk 120 Mietwohnungen in Potsdam, Babelsberg und München. clk

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