Berlin : Vermisst - Teil 5: Veronika Kornelia Lindow

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Jeden Tag verschwinden Menschen in Berlin. Die meisten sind schnell wiedergefunden. Doch manche sind seit Monaten oder gar Jahren vermisst. Sie stehen auf den Fahndungslisten der Polizei. Der Tagesspiegel stellt täglich einen von ihnen vor

"Meine Mutter verschwand vor zwei Jahren über Nacht von zu Hause", schreibt der 14-jährige Sebastian in seiner Nachricht auf einer der vielen privaten Internet-Seiten für Suchmeldungen von Menschen, die Freunde oder Verwandte aus den Augen verloren haben. Inzwischen ist wieder ein Jahr vergangen, von Veronika Lindow fehlt weiter jedes Lebenszeichen.

Am frühen Morgen des 6. Januar 1998 packte die damals 40-jährige Berlinerin eine Tasche mit Kleidung, nahm ihre Ausweispapiere mit und verließ die Wohnung, in der sie seit der Trennung von ihrem Ehemann mit Sebastian allein lebte. Veronika Lindow kam offenbar nicht mehr zurecht, suchte Abstand von ihrer Familie. Kurze Zeit nach ihrem Verschwinden schrieb sie einen Brief an ihre Mutter, teilte mit, dass ihr nichts passiert sei und: "Ich brauche noch Zeit, es war alles zu viel." Dann brach der Kontakt ab. Im Oktober 1999 erstattete Veronika Lindows Mutter Vermisstenanzeige. Veronika Kornelia Lindow trug zuletzt dunkelblondes, langes Haar. Sie ist 1,60 groß, hat eine untersetzte Figur und grau-grüne Augen.

Seit drei Jahren wohnt Sebastian schon bei seiner Großmutter, die Hoffnung, seine Mutter wiederzufinden, hat er nicht aufgegeben.

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