Berlin : Vermisst - Teil 9: Manuel Schadwald

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Jeden Tag verschwinden Menschen in Berlin. Die meisten sind schnell wiedergefunden. Doch manche sind seit Monaten oder gar Jahren vermisst. Sie stehen auf den Fahndungslisten der Polizei. Der Tagesspiegel stellt täglich einen von ihnen vor.

Unzählige Male berichteten Journalisten über sein Verschwinden, Millionen von Menschen haben seinen Namen schon einmal gehört und kennen das Gesicht mit den weichen, kindlichen Zügen. Doch es scheint, als sei Manuel Schadwald vom Erdboden verschluckt worden, und das vor mehr als siebeneinhalb Jahren.

Es war Sommer und Manuel Schadwald hatte Schulferien. Am 24. Juli 1993 packte er seinen Rucksack mit der Aufschrift "Miami Vice" und verließ die Wohnung der Eltern in Tempelhof. Manuel wollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide fahren, wo er häufig an Computern spielte. Doch sein Ziel erreichte er nicht. Seit diesem Sommertag fehlt von dem Schüler jede Spur. In den vergangenen Jahren erhielt die Polizei wiederholt Hinweise darauf, dass der Junge sich in der Homosexuellen- und Kinderpornoszene in den Niederlanden oder in Belgien aufhalte. Doch die Ermittlungen verliefen jedes Mal im Sande.

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