Berlin : Vermittlung – gar nicht billig

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Die meisten Sozialhilfeempfänger kämen wohl nicht auf den Gedanken, sich Hilfe bei der Jobsuche zu holen, und leisten könnten sie sich solche Kurse wohl auch nicht. Schon gar nicht bei Maatwerk, denn das Unternehmen verlangt etwa 3500 bis 5000 Euro (in Tempelhof-Schöneberg bezahlte das Bezirksamt pro Klient etwa 3500 Euro an Maatwerk), allerdings nur bei erfolgreicher Vermittlung, d.h. wenn der Sozialhilfeempfänger mindestens sechs Monate lang arbeitet. Der Vertrag für das Projekt in Tempelhof-Schöneberg lief im Juni aus. Zwar wurden die Ziele – also Sozialhilfeempfänger zu vermitteln und gleichzeitig zu sparen – erreicht. Dennoch wurde der Vertrag nicht verlängert: Zum einen wusste der Bezirk noch nicht, wieviel Geld das Land zur Verfügung stellen würde, zweitens hat das Bezirksamt selbst zum 1. Januar eine Arbeitsvermittlung für Sozialhilfeempfänger eingerichtet. Allein im Mai wurden 85 Menschen vermittelt, sagt Ingrid Wagener vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Doch für die Maatwerk-Klientel, also Langzeitarbeitslose und Menschen, die schon sehr lange Sozialhilfe empfangen, gibt es in diesem Bezirk keine spezifischen Hilfsangebote mehr. Auch ein Maatwerk-Projekt in Charlottenburg-Wilmersdorf ist ausgelaufen. Vielleicht sollten Sozialhilfeempfänger nach Lichtenberg-Hohenschönhausen umziehen, dort startete am Montag ein Folgeprojekt. Bewerbungen werden unter Tel. 98 19 61 11 entgegengenommen. uh

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