• Vermutlich tötete der Täter erst einen 18-Jährigen, dann verletzte er sich selbst lebensgefährlich

Berlin : Vermutlich tötete der Täter erst einen 18-Jährigen, dann verletzte er sich selbst lebensgefährlich

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Das Motiv der Tat ist noch ungeklärtweso

Durch einen anonymen Anrufer ist die Polizei gestern früh auf ein Tötungsdelikt und einen Selbsttötungsversuch aufmerksam geworden. Der Unbekannte hatte gegen 1 Uhr die Feuerwehr über den Notruf 112 angerufen und sie zum Hinterhaus der Marienburger Straße 7 in Prenzlauer Berg bestellt. Als die Helfer dort eindrangen, bot sich ihnen ein grausiges Bild. In der Wohnung fanden sie einen Schwerverletzten und einen Toten. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich bei dem anonymen Anrufer um den schwerverletzten Mann gehandelt hat.

Beide Opfer konnten erst im Laufe des gestrigen Tages durch die Mordkommission identifiziert werden. Bei dem Toten handelt es sich um einen 18-jährigen Türken aus Kreuzberg, das schwerverletzte Opfer ist ebenfalls türkischer Abstammung und 21 Jahre alt. Der Mann ist wohnungslos. Er liegt im Krankenhaus und befindet sich nach Auskunft eines Polizeisprechers noch immer in Lebensgefahr. Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei hatte der 21-Jährige zunächst seinen jüngeren Landsmann niedergestochen und dabei tödlich verletzt. Anschließend versuchte er, sich selbst umzubringen. Gestern Abend war noch völlig unklar, welches Motiv hinter der Bluttat steckt. Beide Opfer sind in dem Haus nicht gemeldet, lebten aber offenbar in der Wohnung, in der die Tat geschah. Der Hauptmieter war zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause.

Ein Polizeisprecher schloss nicht aus, dass es möglicherweise um einen Drogendeal gegangen sei, bei dem die beiden Männer in Streit gerieten. Genauso gut könne es sich bei der Bluttat aber auch um ein Eifersuchtsdrama gehandelt haben, hieß es.

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