Berlin : „Verödung“ in Zehlendorf befürchtet

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Geplante Einkaufszentren im Südwesten der Stadt könnten zur Gefahr für den Zehlendorfer Ortskern werden. Darauf wiesen Vertreter des Bezirksamts am Donnerstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung zur möglichen „Verödung“ Zehlendorfer Einkaufsgebiete hin. Wirtschaftsstadtrat KlausPeter Laschinsky (SPD) sagte, schon jetzt blieben nur 49 Prozent der Zehlendorfer Kaufkraft innerhalb des Stadtteils. „Wenn wir Kieze haben wollen, müssen wir dort auch einkaufen.“ Baustadtrat Uwe Stäglin (SPD) betonte vor rund 100 Besuchern in der Alten Dorfkirche, das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf wolle alles tun, um ein mögliches Einkaufszentrum auf dem noch von der BVG genutzten Betriebshof an der Winfriedstraße zu verhindern. Rund 30 000 Quadratmeter Verkaufsfläche könnten den Ortskern am Teltower Damm mit Ladenflächen von derzeit 20 000 Quadratmetern schädigen.

Abgelehnt habe man bereits Pläne, Shoppingcenter auf dem Gelände der ehemaligen Truman-Plaza an der Clayallee und an der Goerzallee zu errichten. Es gebe eine Schwemme von Bauanträgen für Supermärkte außerhalb bestehender Zentren. Aber gerade deren Entwicklung wolle man stärken. Zu den traditionellen Einkaufsgebieten gehören neben dem Ortskern der Bereich Krumme Lanke, die Sundgauer Straße in Schlachtensee, die Gegend am Bahnhof Onkel Toms Hütte, die Königstraße in Wannsee und der Ladiusmarkt in Zehlendorf-Süd – wo das Bezirksamt einen weiteren Supermarkt befürwortet. Anwohner sind allerdings dagegen. C. v. L.

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