VERSCHWUNDENE DDR-BAUTEN : Hier kommt der Denkmalschutz zu spät

Kurz vor dem Abriss 2003: Der Palast der Republik
Kurz vor dem Abriss 2003: Der Palast der RepublikFoto: picture-alliance / dpa/dpaweb

PALAST DER REPUBLIK

Jahrelang wurde über das architektonische Aushängeschild der DDR gestritten. Schließlich entschied der Bundestag 2003, den Palast abzureißen. Viele Ausstattungsstücke sind in Museen oder Privaträumen erhalten geblieben.

AUSSENMINISTERIUM

Der 145 Meter lange Gebäuderiegel des DDR-Außenministeriums am westlichen Ufer des Spreekanals verstellte den Blick auf die historische Mitte. Der Abriss 1995 stieß auf keinen größeren Protest.

AHORNBLATT

Die Gaststätte „Ahornblatt“ stach buchstäblich aus dem Stadtbild heraus. Der Bau aus den 70er Jahren stand am Eingang zur Fischerinsel und diente als Kantine für das benachbarte Bauministerium. 2000 wurde das Ahornblatt abgerissen, obwohl es unter Denkmalschutz stand.

LENIN-DENKMAL

Die 19 Meter hohe Granitstatue überragte den gleichnamigen Platz in Friedrichshain (heute: Platz der Vereinten Nationen). 1991 wurde die Statue zerlegt und in der Seddiner Heide in Köpenick vergraben. Ab Herbst 2014 soll Lenins Kopf in einer Ausstellung auf der Spandauer Zitadelle gezeigt werden.

STADION DER

WELTJUGEND

Das Stadion an der Chausseestraße war das größte in Ost-Berlin. Nach der Wende wurde es abgerissen, weil eine moderne Arena für die Olympischen Spiele entstehen sollte. Seit 2008 baut der Bundesnachrichtendienst auf dem Gelände.

PALASTHOTEL

Das Hotel gegenüber dem Dom beherbergte Politiker, Geschäftsleute und Prominenz aus dem Westen. Bezahlt wurde in D-Mark oder Dollar. 2001 kam das Ende. Thomas Loy

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