VERSICHERUNG FÜR FLUGHAFENMANAGER : Schwarz müsste bei Fehler auch selbst zahlen

Noch ist der Auftrag nicht erteilt, wer untersuchen soll, ob Flughafenchef Reiner Schwarz für das Nicht-Eröffnungs-Debakel des BER-Flughafens haftbar gemacht werden kann. Für einen solchen Fall war, wie berichtet, bereits im Arbeitsvertrag vereinbart worden, dass er über eine Haftpflichtversicherung der Flughafengesellschaft mitversichert ist, die auch die Prämien übernimmt. Allerdings mit einer Selbstbeteiligung, wie es in seinem in der „Bild“-Zeitung jetzt teilweise veröffentlichten Arbeitsvertrag steht. Demnach muss Schwarz mindestens zehn Prozent eines ihm nachgewiesenen Schadens selbst übernehmen – bis zur Höhe der eineinhalbfachen festen jährlichen Vergütung. Sie lag zuletzt bei 318 000 Euro. Nur bei Vorsatz gilt die Haftungsgrenze nicht. Die Flughafengesellschaft wollte sich dazu nicht äußern. Langjährige Aufsichtsräte bezeichnen dies als gängige Praxis. Ohne Versicherung würde sich kaum jemand für solche Positionen finden lassen. Und ein Selbstbehalt sei erforderlich, um einem Manager keinen Freibrief auszustellen. kt

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