VERSTÄRKTER EINSATZ : BVG und Polizei gehen auf Nummer sicher

Mehr Präsenz.

Als „unbefristete Zwischenlösung“ sollen auf den U-Bahnhöfen ab sofort 60 Polizisten täglich zwischen 18 Uhr und 6 Uhr Streife gehen.

Bessere Überwachung. Ab sofort wird ständig ein Polizist in der Sicherheitsleitstelle der BVG sitzen und helfen, die Einsätze zu koordinieren. 20 besonders „kriminalitätsbelastete“ Bahnhöfe werden mit zusätzlichen Kameras ausgestattet. Per Lautsprecherdurchsage sollen Straftäter zur Räson gebracht werden. Zwölf Millionen Euro wird für neue Sicherheitstechnik ausgegeben.

Neue Polizisten. Im Herbst soll die Ausbildung von 100 zusätzlichen Polizisten beginnen. 100 weitere sollen 2012 folgen. Ab 2013 beziehungsweise 2014 werden sie dann auf U-Bahnhöfen eingesetzt. Zehn Millionen Euro aus der Landeskasse sind dafür eingeplant.

Mehr BVG-Personal. Auch die BVG will für rund acht Millionen Euro 200 neue Mitarbeiter einstellen. Schon jetzt gibt es 720 Sicherheitsleute, davon 120 von Privatfirmen.

Videoüberwachung. 1150 Videokameras filmen derzeit die 173 U-Bahnhöfe Berlins. Der Senat will jetzt einen Gesetzesentwurf vorlegen, der die Speicherung der Aufnahmen für 48 statt bisher 24 Stunden erlaubt.

Prävention. Die BVG plant mit der Polizei und dem Land Berlin eine Aufklärungskampagne für mehr Zivilcourage. Auf Plakaten und Flugblättern soll dafür geworben werden, bei Übergriffen nicht wegzuschauen, sondern über eine der 549 Notrufsäulen Hilfe zu holen.

Abschreckung. Mit größeren und mehr Schildern als bisher, soll an U-Bahnhofseingängen auf die Videoüberwachung der Bahnsteige hingewiesen werden. jra

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