Berlin : Versuchter Totschlag 2: Prozess um Attacke mit Küchenmesser

Wegen versuchten Totschlags an einer Bekannten muss sich ein 40-jähriger Mann seit Montag vor dem Landgericht verantworten. Im November vergangenen Jahres soll er mit einem Küchenmesser auf das Gesicht der 34-Jährigen eingestochen haben. Danach soll er auf die Schwerverletzte eingetreten haben. Eine zehn Zentimeter lange Narbe auf der linken Gesichtshälfte der Frau erinnert noch heute an den Messerangriff. Der Angeklagte lebte zur Untermiete in der Wohnung der 34-Jährigen in Prenzlauer Berg. "Ich konnte nicht ausweichen" sagte die Frau als Zeugin aus. Sie fügte hinzu: "Das Messer war schon unterwegs, als ich mich umdrehte. Danach kam der Faustschlag und ich fiel zu Boden. Dann folgten die Fußtritte, von denen ich einige abwehren konnte."

Der Angeklagte gab an, er sei in Wut geraten, weil die Frau ihn aus dem Schlaf gerissen und angeschrieen habe. Sie habe sich über sein exzessives Trinkverhalten aufgeregt. Er habe versucht, mit der Frau zu reden, sei aber immer wieder weggeschickt worden. Er habe sie nicht töten wollen, sagte der Angeklagte. Der 40-Jährige war der Frau bis ins Treppenhaus gefolgt, wo er von einem Nachbarn mit einer Trillerpfeife in die Flucht geschlagen wurde.

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