Verwahrlostes Grün : Maulwürfe übernehmen Gärtnerarbeiten

Beispiel Rehberge: In Berlin verwahrlosen Grünflächen. Die berühmten Parkgestalter rotieren in ihren Gräbern. Ein Kommentar.

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Im Volkspark Rehberge gibt es eine große Liegewiese. Vom gepflegten Park selbst unterscheidet sie sich dadurch, dass auf ihr im Sommer knietief ausgedörrtes Gestrüpp wuchert; das regelmäßige Lockern des Bodens wurde im Wege des Subsidiaritätsprinzips den Maulwürfen übertragen. Manch Parkliebhaber ist darüber gestolpert, im Wortsinn oder metaphorisch, einer hat nachgefragt. Ob das denn so sein müsse?

Es müsse sein, antwortet Baustadtrat Gothe. Einerseits sei die Wiese immer von Freizeitkickern zertrampelt worden, und für die Reparatur sei kein Geld da. Andererseits wohnten dort nun einmal die geschützten Maulwürfe, und „auch für Maulwürfe muss in unseren Lebensbereichen Raum vorhanden sein“.

Hört da jemand die berühmten Parkgestalter der letzten Jahrhunderte in ihren Gräbern rotieren? Die Starken, Maulwürfe und Freizeitkicker, haben sich ihr Ökotop erobert, Geld ist sowieso keins mehr da. Und wer auf schönes Grün Wert legt, der kann ja ins Heimatmuseum gehen. Irgendein Bild einer gepflegten Liegewiese wird da schon hängen.

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