Berlin : Verwaltung mahnt Schulen zur Meldung der beteiligten Beamten

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Bislang haben 390 Schulen Statistiken über streikende Lehrer gemeldet. Demnach traten am 12. April 2000 insgesamt 3080 Lehrer in den Streik. Alle Schulen, von denen bis Ende der Woche keine Angaben gekommen sind, werden nach Auskunft von Schulverwaltungssprecher Thomas John ermahnt, unverzüglich Auskunft zu geben. Bevor die Verwaltung den Gehaltsabzug anregt und den Eintrag in die Personalakte vornimmt, sollen Lehrer die Möglichkeit bekommen, sich zu den Angaben zu äußern. Das einbehaltene Gehalt fließe in den Personaltopf des Landeshaushalts. Die Schulen teilen die Daten der örtlichen Schulaufsicht mit, diese gibt sie ans Landesschulamt weiter. So erkläre sich, dass bislang erst Daten von etwa einem Drittel aller Schulen vorliegen. Bei dem Streik handelte es sich um "eine rechtswidrige Aktion", deswegen könne in Einzelfällen auch disziplinarrechtlich gegen Pädagogen vorgegangen werden.

Wie berichtet, hatten Lehrer, Eltern und Schüler Mitte April gegen Missstände an Schulen und die Erhöhung der Arbeitszeit protestiert. Den Angaben der GEW waren rund 12 000 verbeamtete Lehrer in den Streik getreten.

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