Verwaltungen uneins über Reinigung : Keine Lust auf Schulschmutz

Alle fordern eine Musterausschreibung für die Schulreinigung, aber keiner will die Verantwortung übernehmen. Enttäuschte Eltern wenden sich mit einem offenen Brief an die Bildungssenatorin.

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Einmal feucht wischen oder nochmal nachwischen? Solche Details müssten in einer Musterausschreibung genau festgehalten werden.
Einmal feucht wischen oder nochmal nachwischen? Solche Details müssten in einer Musterausschreibung genau festgehalten werden.Foto: dpa

Unverständnis, Verwunderung, Enttäuschung. Das waren am Dienstag die vorherrschenden Reaktionen auf die Entscheidung der Bildungsverwaltung, sich nicht mehr federführend an der Verbesserung der Schulreinigung zu beteiligen. „Das geht überhaupt nicht. Die Chance ist vertan“, kommentierte die Elterninitiative „Schulschmutz“ das überraschende Ende der Senats-AG. Diese sollte eine Musterausschreibung für die Schulreinigung entwickeln. „Es ist schade, dass das Land seine Verantwortung nicht wahrnimmt“, meint auch der der Bildungsstadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Peter Beckers (SPD), der in die AG große Erwartungen gesetzt hatte.

In seinem Bezirk waren die Schwierigkeiten mit schmutzigen Schulen am größten gewesen. Es zeigte sich, dass die Ausschreibungen zu viel Spielraum für schlechte Leistung ließen. Dem wollte der Bezirk mit einer besseren Musterausschreibung beikommen, weshalb er ebenso wie drei andere Bezirke Vertreter in die Arbeitsgruppe entsandt hatte. Sie alle wurden dann aber am Montag nach Hause geschickt, weil die Bildungsverwaltung plötzlich entschieden hatte, dass sie mit der Musterausschreibung nichts zu tun haben wollte. Auch die Wirtschaftsverwaltung will sich dieser auf Aufgabe nicht stellen.

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