Berlin : Verwechslung: Wowereit gratuliert zum 104. Geburtstag

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Das Geschenk auf dem Schoß der Greisin wirkt riesig: Eine Decke und zwei Kissen bekam Auguste Dänicke zum 104. Geburtstag von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit gestern überreicht. Schließlich sei ihr beim Mittagsschlaf immer kalt gewesen, sagt der Heimleiter des Elisabeth-Stiftes in Prenzlauer Berg, Lars Helbsing. Sehr hat sie sich über den Besuch gefreut. "Sie kenn ich doch! Sind sie nicht Herr Diepgen", hat sie begeistert gerufen. Solche Verwechslungen können einer Frau, die sowohl Kaiserzeit, als auch Weimarer Republik, NS-Diktatur, DDR und den Fall der Mauer erlebt hat, schon mal unterlaufen, fand auch Wowereit. Schnell entdeckten sie Gemeinsamkeiten. Dass sie beide aus Ostpreußen kommen, zum Beispiel. Seit 1908 lebt Auguste Dänicke in Berlin, seit rund 15 Jahren im Elisabeth-Stift in der Eberswalder Straße.

Herrn Wowereit habe es nicht gereicht, nur die Glückwunschkarten für die Berliner, die älter als 100 Jahre werden, zu unterschreiben, sagt sein Referent Mathias Köhne. Doch allen wird er nicht gratulieren können. Schließlich sind insgesamt 503 Berliner über 100 Jahre alt, drei davon blicken sogar schon auf 107 Lebensjahre zurück.

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