Berlin : Verwirrung um Bahnzentrale

Angeblich kein Beschluss zum Auszug aus Sony-Turm

Klaus Kurpjuweit

Berlin - Die Bahn AG bleibt unberechenbar. Nachdem die „Financial Times Deutschland“ gestern gemeldet hatte, der Konzern habe sich entschlossen, weitere drei Jahre im Glasturm am Sony-Center zu bleiben und nicht zum Hauptbahnhof zu ziehen, hieß es gestern bei der Bahn, eine Entscheidung darüber sei noch nicht gefallen. „An Gerüchten und Spekulationen beteiligen wir uns nicht“, sagte ein Sprecher. Berichte, die auf Mitteilungen der Bahn beruhten, wonach der Vorstand zum Hauptbahnhof ziehe, hatte die Bahn im vergangenen Jahr allerdings nicht dementiert.

Der Mietvertrag für das Hochhaus am Sony-Areal läuft 2009 aus. Schon seit Jahren wird spekuliert, ob der Vorstand sich dann ein neues Domizil suchen wird. Er war sogar bereit, Berlin ganz zu verlassen und nach Hamburg zu ziehen.

In dem Hochhaus arbeiten rund 800 Mitarbeiter. In die sogenannten Bügelbauten über dem Hauptbahnhof, die rund 200 Millionen Euro gekostet haben, passen nach Angaben der Bahn rund 1500 Mitarbeiter. Dort sollten untere Stellen der Bahn, die jetzt in der Stadt verteilt seien, untergebracht werden, sagte gestern ein Bahnsprecher. Die Bahn wollte diese Räume zunächst vermieten, fand aber keine Interessenten.

Ob die Bahn auch in einen auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof geplanten Neubau zieht, blieb gestern ebenfalls offen. Klaus Kurpjuweit

0 Kommentare

Neuester Kommentar